Auto

Elfer mit Bügel

Porsche 911 Targa 4S.

Porsche 911 Targa 4S.

Porsche zeigt die neue 911er-Gneration als Targa mit klassischem Überrollbügel.

Seinen Kultstatus geniesst der Porsche 911 auch, weil er so wandlungsfähig ist. Er entwickelte sich über die Jahre stets weiter und passte sich zudem an unterschiedlichste Kundenwünsche an. So ist der "Elfer" inzwischen in einer einzigartigen Vielfalt erhältlich. Vom Leistungsstarken Gran-Tourismo in Form des 911 Turbo, über die rennstreckenoptimierten GT-Modelle, bis hin zu den Cabrio-Modellen.

Das Sicherheits-Cabriolet

Zwischen Coupé und Cabriolet sortiert sich der 911 Targa ein. Bei seiner Lancierung 1965 war er das erste Cabrio mit Überrollbügel. Das "Sicherheits-Cabriolet" sollte den Schutz eines festen Dachs mit dem offenen Fahrspass verbinden. So wollte Porsche den offenen 911er auch in den USA absetzen, wo Cabrios zu jener Zeit als gefährlich galten. Doch der Targa entwickelte sich mehr und mehr zum Kompromiss zwischen Cabriolet und Coupé, was er auch heute noch sein will.

Eine Frage des Stils

Zunächst war der Targa die einzige Möglichkeit, einen offenen Porsche 911 zu fahren. Der hintere Teil des Daches war, wie bei einem konventionellen Cabrio, ein faltbares Stoffverdeck, zwischen Bügel und A-Säule wurde ein Hardtop eingespannt. Zum Modelljahr 1970 wurde die hintere Scheibe aus Glas gefertigt, was den Komfort bei geschlossenem Dach merklich verbesserte.

Bei der Einführung der zweiten Generation des 911 auf das Modelljahr 1974 wurde der Porsche 911 weiterhin ausschliesslich als Coupé oder als Targa angeboten. Erst 1982 kam das Cabriolet als dritte Karosserievariante hinzu. Der grösste Vorteil des Targa lag in seinem Hardtop, dass den damaligen Cabrio-Verdecks in Sachen Komfort weit überlegen war. Inzwischen hat die Technik diesbezüglich grosse Fortschritte gemacht. Ein modernes Stoffverdeck, wie es auch beim aktuellen 911 zum Einsatz kommt, hat bei Dichtigkeit und Isolation kaum mehr Nachteile zu einem festen Dach. Und trotzdem ist der Targa noch im Angebot - weil das Design mit feststehendem Überrollbügel viele Fans gefunden hat.

Bekannte Mechanik

Der Targa der jüngsten Modellgeneration (992) ist mehr eine logische Konsequenz als eine Überraschung. Er ist, wie schon der Vorgänger, ausschliesslich mit Allradantrieb erhältlich. Als 911 Targa 4 leistet er 385 PS und 450 Nm aus einem 3-Liter-Biturbomotor. Mit dem serienmässigen 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe sprintet er in 4,2 Sekunden auf 100 km/h. Der Targa 4S leistet 450 PS und 530 Nm. 0-100 km/h in 3,6 Sekunden und 304 km/h lauten hier die Eckdaten.

Während der Antrieb bereits aus Coupé und Cabriolet bekannt ist, wurde der Dachmechanismus grösstenteils vom Vorgänger übernommen. Die Heckscheibe kann elektrisch angehoben werden, das Dachmittelteil verschwindet auf Knopfdruck binnen 19 Sekunden im Heck.

Dieses eindrückliche Mechanik-Ballett kostet mindestens 158 600 Franken für den 911 Targa 4 und 177 900 Franken für den Targa 4S. Damit sind die Targa-Modelle genauso teuer, wie die entsprechenden Cabrios - und exakt 17 900 Franken teurer als das Coupé.

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