Dies sagte Guterres am Mittwoch (Ortszeit) vor Journalisten in New York, nachdem er den Uno-Sicherheitsrat bei einer Dringlichkeitssitzung hinter verschlossenen Türen über die aktuelle Lage in Libyen informiert hatte. "Es ist noch Zeit für eine Waffenruhe - für ein Einstellen der Kämpfe und zur Vermeidung des Schlimmsten, nämlich einer dramatischen, blutigen Schlacht um Tripolis."

Nur eine politische Lösung sei möglich, sagte Guterres. In der vergangenen Woche hatte der mächtige General Chalifa Haftar seinen Truppen den Vormarsch auf die Hauptstadt Tripolis befohlen. Guterres hatte sich vergangene Woche in Libyen aufgehalten, als Truppen des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar eine Offensive auf Tripolis starteten. Seitdem kommt es vor allem in den Vororten im Süden der Hauptstadt zu Gefechten.

Kämpfe gehen weiter

Der Uno-Sicherheitsrat beriet mehr als zwei Stunden lang hinter verschlossenen Türen. Das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen könnte in einer Resolution eine sofortige Waffenruhe verlangen, wie Diplomaten sagten.

Derweil gingen die Kämpfe in Vororten von Tripolis weiter. Die Hauptstadt ist der Sitz der international anerkannten Einheitsregierung Libyens. Haftar unterstützt eine Gegenregierung im Osten des Landes.

Seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht in dem nordafrikanischen Land Chaos. Die Regierung in Tripolis ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle.