Algerien

Umstrittene Präsidentenwahlen in Algerien begonnen

Demonstranten in Algier lehnen die Präsidentenwahl ab. Sie werfen den Kandidaten Nähe zu den alten Eliten Algeriens vor. Daher wird mit einer äusserst geringen Wahlbeteiligung gerechnet. (Bild vom 11. Dezember)

Demonstranten in Algier lehnen die Präsidentenwahl ab. Sie werfen den Kandidaten Nähe zu den alten Eliten Algeriens vor. Daher wird mit einer äusserst geringen Wahlbeteiligung gerechnet. (Bild vom 11. Dezember)

In Algerien hat am Donnerstag die Präsidentenwahl begonnen. Die rund 61'000 Wahllokale in dem nordafrikanischen Land öffneten nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur APS um 08.00 Uhr MEZ.

Die Algerier sind aufgerufen, einen Nachfolger für den zurückgetretenen Staatschef Abdelaziz Bouteflika zu bestimmen. Zu der umstrittenen Abstimmung wurden fünf von insgesamt 23 Bewerbern zugelassen.

Drei der Kandidaten gehörten früheren Regierungen von Bouteflika an, davon zwei als Ministerpräsidenten. Anhänger der Protestbewegung werfen den Kandidaten deswegen Nähe zu den alten Eliten Algeriens vor. Daher wurde mit einer äusserst geringen Wahlbeteiligung gerechnet.

Eine Protestbewegung, die sich im Februar formierte, hatte den seit 20 Jahren herrschenden Bouteflika im April wenige Wochen vor dem offiziellen Ende seiner vierten Amtszeit zum Rücktritt gezwungen, er wollte zum fünften Mal antreten. Eine für den 4. Juli geplante Wahl seines Nachfolgers wurde aus Mangel an Kandidaten verschoben. Die Protestbewegung lehnt auch den neuen Wahltermin ab.

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