Unter denen, die noch unter den Schuttmassen begraben sind, sei ein kleines Mädchen namens Hava. Sie sei am Leben und spreche mit den Rettungskräften. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu hatte zuvor berichtet, unter den bereits Geretteten sei ein neunjähriger Junge.

Wie viele Menschen zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Haus waren, das unterschiedlichen Angaben zufolge sieben oder acht Stockwerke hoch gewesen sein soll, ist nach wie vor unklar.

Anadolu zitierte einen örtlichen Beamten mit der Vermutung «27 bis 30 Menschen» seien daheim gewesen, als es einstürzte. Was das Unglück ausgelöst hatte, blieb zunächst unklar.

Die Bilder des Dramas:

Das Haus im Stadtteil Kartal auf der asiatischen Seite der türkischen Metropole war am Mittwochnachmittag aus unbekannten Gründen in sich zusammengefallen. Die Rettungsarbeiten waren in der Nacht weitergegangen und dauerten auch am Morgen noch an. Gouverneur Yerlikaya sagte, in der Umgebung seien sieben Gebäude geräumt worden.

Keine Seltenheit

Ähnliche Einstürze sind in Istanbul keine Seltenheit. Ursache ist oftmals die schlechte Bauweise. Erst im Juli war im Stadtteil Beyoglu ein vierstöckiges Haus zusammengebrochen, nachdem ein Erdrutsch das Fundament unterhöhlt hatte.

Im Februar 2016 war im Zentrum von Istanbul ein fünfstöckiges Hauses in sich zusammengefallen – wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt, weil das Haus beim Kollaps leer war. Es lag in einer Parallelstrasse zu der bei Touristen beliebten Fussgängerzone Istiklal in der Nähe des Taksim-Platzes.