Grisham folgt als Sprecherin des Weissen Hauses auf Sarah Sanders, die auf eigenen Wunsch zum Monatsende ausscheidet. Melania Trump schrieb, sie könne sich keine bessere Person vorstellen, um der Regierung und dem Land zu dienen.

Grisham gehört seit langem zum Umfeld Trumps. Sie stiess 2015 zu dessen Wahlkampfteam und ist damit eine der wenigen Mitarbeiterinnen, die sich aus den Anfangstagen halten konnten. Sie gilt als äusserst loyal und soll für einige Entscheidungen hinter den Kulissen verantwortlich gewesen sein.

So gab es etwa Berichte, dass sie im vergangenen November eine treibende Kraft bei der Entlassung der stellvertretenden Nationalen Sicherheitsberaterin Mira Ricardel war.

Trump hatte vor knapp zwei Wochen mitgeteilt, dass Sanders das Weisse Haus zum Monatsende verlassen wird. Sanders (36) hatte danach betont, der Job als Sprecherin des Weissen Hauses sei "die Ehre meines Lebens" gewesen. Zur Begründung für ihr Ausscheiden hatte sie angegeben, sie wolle nun mehr Zeit mit ihrer Familie und ihren vier, fünf und sieben Jahre alten Kindern verbringen.

Kritik von Journalisten

Sanders war unter Journalisten in die Kritik geraten, weil sie immer weniger Pressekonferenzen abhielt. Der von Trump verachtete US-Sender CNN schrieb zu ihrem Abschied: "Sarah Sanders primäres Vermächtnis als Pressesprecherin des Weissen Hauses wird der Tod des täglichen Pressebriefings sein." Sanders' letzte kurze Pressekonferenz im Briefing-Raum des Weissen Hauses war am 11. März.

Sanders - die auf Sean Spicer als Sprecherin des Weissen Hauses gefolgt war - fiel besonders durch ihre nach aussen fast bedingungslose Loyalität zu Trump auf. Als ihr Abschied verkündet wurde, sagte Sanders, sie sei dem Präsidenten ewig dankbar für die Aufgabe - und sie sei stolz auf alles, was Trump erreicht habe. "Ich liebe den Präsidenten und meinen Job." Ihre wichtigste Aufgabe sei aber, ihren Kindern eine Mutter zu sein.