Damit sollte an die Unmenschlichkeit des Kriegs erinnert und gleichzeitig ein Zeichen des Miteinanders für eine weltoffene, tolerante Stadt gesetzt werden.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) forderte eine "aktive Auseinandersetzung" mit der Geschichte. Das "zerstörerische Feuer nationalistischer Strömungen" werde "gerade auch von alten Ressentiments geschürt", mahnte Hilbert.

Die "Versöhnungslücken" müssten geschlossen werden, "indem wir uns als Menschen und mit Menschlichkeit begegnen". Zu der Menschenkette hatte ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Kirchen, Wissenschaft und Gewerkschaften aufgerufen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) dankte den "vielen Menschen aus nah und fern" für ihre Teilnahme. Es gehe darum "Hand in Hand" die Erinnerung wachzuhalten und "gleichzeitig ein deutliches Signal aus der Mitte der Gesellschaft heraus senden gegen die Instrumentalisierung des 13. Februar durch Rechtsextremisten", schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Bei den Luftangriffen alliierter Bomber auf Dresden am 13. und 14. Februar 1945 waren etwa 25'000 Menschen ums Leben gekommen. Weite Teile der historischen Altstadt wurden komplett zerstört.

Rechtsextreme hatten in der Vergangenheit versucht, den Jahrestag der Zerstörung für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Aufgrund der starken Gegenproteste wurden grössere Neonaziaufmärsche rund um den 13. Februar in den vergangenen Jahren aber verhindert.

In diesem Jahr haben die Rechten für Freitag zu einer Kundgebung aufgerufen und rund 500 Teilnehmer angemeldet. Gegendemonstranten wie das Bündnis "Dresden nazifrei" machen ebenfalls mobil und wollen auf die Strasse gehen.