Deutschland

Tausende demonstrieren bei Ostermärschen für den Frieden

Auch in Berlin fand ein Ostermarsch statt

Auch in Berlin fand ein Ostermarsch statt

Tausende Menschen haben am Karsamstag in ganz Deutschland gegen Waffenexporte und den Einsatz von Drohnen demonstriert. Mit Plakaten, Bannern und bunten Friedens-Fahnen zogen sie durch mehrere Städte darunter Berlin, Hannover, Stuttgart und München.

Zu den etwa 60 Demonstrationen, Friedensgottesdiensten und Mahnwachen hatten Organisationen der Friedensbewegung aufgerufen. "Wir sind Stachel im Fleisch der verfehlten Aussen- und Sicherheitspolitik der Bundesregierung", sagte der Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative, Manfred Stenner, in Bonn.

Die Frankfurter Friedens- und Zukunftswerkstatt berichtete von einer insgesamt "stabilen Beteiligung" trotz des nasskalten Winterwetters. In Medienberichten war allerdings zumindest in Norddeutschland von einem Rückgang der Teilnehmerzahlen die Rede.

Die Protestaktionen richteten sich auch gegen deutsche Rüstungsexporte und auf die Anschaffung von Kampfdrohnen. Eine klare Absage erteilten Demonstranten auch Werbungsaktionen der Bundeswehr an Schulen und Hochschulen.

Besorgt äusserte sich Stenner über die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Das gemeinsame Manöver der USA mit südkoreanischen Streitkräften einschliesslich des Einsatzes von Tarnkappenbombern kritisierte er als "überhaupt nicht hilfreich".

Ostermärsche gibt es in Deutschland seit 1960. Damals hatten Pazifisten den Atomraketen-Übungsplatz Bergen-Hohne als Ziel eines Sternmarsches ausgesucht. Für Ostersonntag und vor allem am Montag sind weitere Aktionen geplant.

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