Russland - USA

Putin für zügige Gespräche mit USA über Abrüstungsvertrag

Der russische Präsident Wladimir Putin drängt die USA, zügig Gespräche über eine Verlängerung des New-Start-Vertrags zur Begrenzung strategischer Atomwaffen aufzunehmen. «Um ihn zu verlängern, müssen wir jetzt arbeiten.»

Das sagte Putin in einem am Sonntag veröffentlichten Interview des in Abu Dhabi ansässigen Nachrichtensenders Sky News Arabia. Russland habe den USA Vorschläge unterbreitet. "Es gibt aber noch keine Antwort."

Das Abkommen läuft 2021 aus. Moskau und Washington hatten sich bereit erklärt, über eine Verlängerung zu sprechen. Greifbares gab es bisher nicht. Der Vertrag sieht vor, die Nukleararsenale auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu verringern.

Putin zufolge ist New-Start-Vertrag "praktisch das letzte Instrument, das ein ernstes Wettrüsten" einschränke. Ohne diesen Vertrag werde sich die Welt verändern. "Die Welt wird gefährlicher." Er hoffe nicht, dass es zu einem neuen Kalten Krieg komme, sagte der Präsident.

Vor gut zwei Monaten endete der INF-Vertrag über das Verbot landgestützter atomarer Mittelstreckenwaffen. Er war 1987 von den USA und der Sowjetunion unterzeichnet worden.

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