Südafrika

Mindestens ein Todesopfer bei erneuter ausländerfeindlicher Gewalt

Die Gewalt zwischen Einheimischen und Fremdarbeitern entlädt sich in Südafrika seit mehreren Tagen (im Bild vom 3. September flieht ein Südafrikaner nach Plünderungen in Geschäften Zugewanderter in Johannesburg).

Die Gewalt zwischen Einheimischen und Fremdarbeitern entlädt sich in Südafrika seit mehreren Tagen (im Bild vom 3. September flieht ein Südafrikaner nach Plünderungen in Geschäften Zugewanderter in Johannesburg).

Bei erneuten fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Südafrika ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Mindestens fünf weitere wurden nach Polizeiangaben bei den Zusammenstössen zwischen Polizisten und hunderten von Plünderern in Johannesburg am Sonntag verletzt.

Die Polizei ging mit Blendgranaten und Gummimantelgeschossen gegen Gewalttäter vor, die Geschäfte in der Innenstadt angriffen.

In den vergangenen Tagen waren bei ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Johannesburg und Pretoria mindestens zehn Menschen getötet worden. Dutzende von Einwanderern betriebene Geschäfte wurden geplündert und verwüstet. Die Ausschreitungen führten in mehreren afrikanischen Ländern zu wütenden Demonstrationen.

Südafrika ist ein wichtiges Ziel für afrikanische Einwanderer auf der Suche nach wirtschaftlichen Chancen. Afrikas zweitgrösste Volkswirtschaft zieht nicht nur Menschen aus Nachbarländern wie Lesotho, Mosambik und Simbabwe an, sondern auch aus weiter entfernten Regionen, darunter Nigeria und Südasien.

In den vergangenen Jahren gab es in Südafrika immer wieder ausländerfeindliche Gewalt. Einige Südafrikaner geben den Einwanderern die Schuld für die hohe Arbeitslosigkeit im Land.

Im Jahr 2015 wurden sieben Menschen bei fremdenfeindlichen Angriffen und Plünderungen in Johannesburg und Durban getötet. Die schlimmste Welle fremdenfeindlicher Gewalt gab es im Jahr 2008 mit 62 Toten.

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