Stone wurde von Beamten der Bundespolizei FBI in seinem Haus in Fort Lauderdale im Bundesstaat Florida festgenommen. Mueller untersucht die mutmasslichen russischen Einmischungen in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 und mögliche Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Moskau.

Der frühere FBI-Chef hat schon mehrere Anklagen erwirkt, auch gegen frühere Trump-Mitarbeiter. Im Dezember wurde Trumps früherer Anwalt Michael Cohen zu drei Jahren Haft verurteilt, unter anderem wegen Meineids in Aussagen gegenüber dem Kongress.

Kontakte zu Wikileaks

Stone hatte während des Präsidentschaftswahlkampfs in Verbindung zum Trump-Team gestanden. Im August 2016 führte er laut Anklage "öffentlich und privat" an, Kontakte zu Wikileaks zu haben.

Im Oktober 2016 veröffentlichte die Enthüllungsplattform dann interne E-Mails der Parteizentrale der Demokraten und des Wahlkampfteams von Trumps Rivalin Hillary Trump, die von mutmasslichen russischen Hackern gekapert worden sein sollen.

Später soll Stone laut der Anklage die Untersuchungen im Kongress zu den mutmasslichen russischen Cyberinterventionen im Wahlkampf und der Rolle von Wikileaks dabei behindert haben.

Am frühen Freitagmorgen umstellten schwer bewaffnete Polizisten Stones Haus in Fort Lauderdale und nahmen den Trump-Vertrauten fest, wie im Fernsehsender CNN zu sehen war. Stone sollte noch am Freitag (17.00 Uhr MEZ) in Florida vor Gericht erscheinen, wie ein Sprecher Muellers mitteilte. Stones Anwalt war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Parteistratege

Der republikanische Parteistratege, der schon für Ex-Präsident Richard Nixon Wahlkampf machte, ist seit vielen Jahren mit Trump befreundet. Er stiess kurz nach der Präsidentschaftskandidatur des Immobilienmilliardärs als Berater zu Trumps Wahlkampf-Team, verliess es aber nach wenigen Monaten nach einem Streit.

Trump und Stone blieben aber weiter in engem Kontakt. Laut Muellers Anklage tauschte Stone sich bis zur Wahl 2016 weiter "regelmässig" mit Trumps Wahlkampfteam aus und unterstützte Trump zudem öffentlich.

Im Sommer 2016 sprach er demnach mit hochrangigen Vertretern des Trump-Wahlkampfteams über Wikileaks und möglicherweise belastende Informationen über die Clinton-Kampagne. Stone hatte im Dezember bestritten, während des Wahlkampfs mit Wikileaks-Gründer Julian Assange kommuniziert zu haben.

Stone will nicht gegen Trump aussagen

Stone hatte Muellers Ermittlungen, die Trump immer wieder als "Hexenjagd" bezeichnet, in der Vergangenheit ebenfalls kritisiert. Im Mai sagte er im Sender NBC, mit den Ermittlungen sollten Trumps Unterstützer und Fürsprecher "zum Schweigen gebracht und bestraft" werden. Es sei nicht ausgeschlossen, dass Mueller irgendwann auch eine "irrelevante Straftat" gegen ihn "hervorzaubert", sagte Stone damals. "Ich würde das als Versuch werten, mich zum Schweigen zu bringen."

Stone hatte zudem angekündigt, nicht gegen Trump aussagen zu wollen. Er werde "unter keinen Umständen" gegen den Präsidenten aussagen, "weil ich falsche Aussagen gegen ihn machen müsste", sagte er im Dezember im Sender ABC. "Ich müsste Dinge erfinden, und das wer