Vatikan

Kardinal Marx: Keine Polarisierung bei Familiensynode

"Mediale Inszenierung": Kardinal Reinhard Marx (links) am Rande der Familiensynode in Rom

"Mediale Inszenierung": Kardinal Reinhard Marx (links) am Rande der Familiensynode in Rom

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat bestritten, dass es bei der gerade begonnenen Familiensynode im Vatikan eine Polarisierung zwischen konservativen Kräften und Reformern gebe. Es gebe Meinungen und die seien eben kontrovers.

"Das ist eine mediale Inszenierung, dass sich da zwei Lager unversöhnlich gegenüber stehen", sagte Marx nach dem ersten Beratungstag am Montagabend vor Journalisten im Vatikan. Die mit Spannung erwartete Bischofssynode war am Sonntag mit einer Messe im Petersdom von Papst Franziskus eröffnet worden und hatte am Montag ihre Beratungen aufgenommen. Reizthemen sind vor allem der Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und homosexuellen Paaren.

Vorige Wochen hatten erzkonservative Geistliche um den US-Kardinal Raymond Burke vor einer Auflösung traditioneller katholischer Werte gewarnt. Zum Lager der Konservativen zählt auch der deutsche Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller. "Wir haben unterschiedliche Positionen, das ist klar. Aber es gibt einen Gesprächsfaden, kein Gegeneinander", sagte Marx über sein Verhältnis zu Müller.

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