Der 77-Jährige warf Netanjahu "korrupte" Machenschaften vor und sagte, Israel habe noch nie so "dunkle Tage" erlebt wie derzeit. Der Name der neuen Partei soll in zwei Wochen vorgestellt werden.

Barak hatte Netanjahu 1999 als Regierungschef abgelöst. Zwischen 1997 und 2001 führte er Israels Arbeiterpartei. Zwischen 2009 und 2013 war der frühere Generalstabschef dann unter Netanjahu Verteidigungsminister, bevor er sich aus der Politik zurückzog.

Netanjahu war nach Parlamentswahlen im vergangenen April mit einer Regierungsbildung gescheitert. Das Parlament stimmte deswegen im Mai für seine eigene Auflösung und für vorgezogene Neuwahlen am 17. September.

Am Dienstag sagte Parlamentspräsident Juli Edelstein allerdings, er erwäge eine Absage der Neuwahlen. Netanjahu begrüsste das ausdrücklich. Netanjahus wichtigster Rivale Benny Gantz wies solche Überlegungen dagegen entschieden zurück. Es gebe "keinen Weg zurück".