60 Jahre lang ist die Welt ein zunehmend friedlicher Ort geworden. Doch in den vergangenen Jahren hat sich dieser Trend umgekehrt. Terror-Aktivitäten, bewaffnete Konflikte und eine grosse Anzahl von Flüchtlingen und Vertriebenen bedrohen den Frieden stark, wie aus dem Global Peace Index 2014 hervorgeht.

Insgesamt hat sich der Friedenszustand seit 2008 in 51 Ländern verbessert, um 111 Länder ist es jedoch schlechter gestellt. Syrien hat Afghanistan im vergangenen Jahr als am wenigsten friedliches Land abgelöst. Nicht überraschend gehören auch Südsudan, Irak und Somalia in diese Region.

Ganz hinten in der Liste steht aber auch Russland, es liegt bei 162 erfassten Ländern auf Platz 152, zweifellos aufgrund der Ukraine-Krise. 85 Prozent aller

Steve Killelea vom Institute for Economics and Peace (IEP) kennt die Gründe: «Viele Makrofaktoren haben zur Verschlechterung beigetragen: Dazu zählen die Auswirkungen der globalen Finanzkrise, der Nachhall des Arabischen Frühlings sowie die anhaltende Ausbreitung des Terrorismus.»

Schweiz auf Platz 5

Georgien wies die umfangreichste Verbesserung hinsichtlich des Friedensniveaus auf, während der Südsudan den grössten Rückgang erlebte und nun den drittletzten Platz unter den Ländern einnimmt.

Die friedlichsten Länder finden sich nach wie vor in Europa. Island führt die Statistik unverändert an vor Dänemark und Österreich. Die Schweiz folgt hinter Neuseeland auf dem 5. Platz. (sda/cze)

Gewalt frisst Wirtschaftswachstum

Die zehn Länder, deren Friedenszustand sich in den nächsten zwei Jahren am wahrscheinlichsten verschlechtern wird, sind Sambia, Haiti, Argentinien, Tschad, Bosnien-Herzegowina, Nepal, Burundi, Georgien, Liberia und Katar, wo 2022 die Fussball-WM ausgetragen wird.

Die globale Gewalt hat auch Folgen für die Wirtschaft: Die Kosten für deren Bekämpfung werden auf 9,8 Billionen Dollar geschätzt. Das entspricht 11,3 Prozent oder fast einem Achtel des globalen Bruttoinlandprodukts – als aller weltweit erwirtschafteten Waren und Dienstleistungen. Ein fünftel des Wirtschaftswachstums wurde 2013 von der Eindämmung von Gewalt ausgegeben.

(Quelle: Youtube/VisonofHumanityorg)

Peace Index 2014