Demnach dürfte in der Ägäis und im Ionischen Meer keine Fähre auslaufen. Beratungen zum Abwenden des Streiks seien gescheitert, berichtete das Staatsradio am Dienstag. Kommt der Fährverkehr zum Erliegen, sind dutzende Inseln, die keinen Flughafen haben, von der Aussenwelt praktisch abgeschnitten.

Die Beschäftigten fordern unter anderem Lohnerhöhungen, wie ihre Gewerkschaft PNO mitteilte. Die Reedereien seien nicht bereit, mehr als zwei Prozent mehr Lohn zu zahlen, teilte der Reederverband mit. Das lehnte die Seeleutegewerkschaft ab.

Die Seeleute versuchen, mit dem Streik in der laufenden Hochsaison grösstmöglichen Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. Die Hafenpolizei rechnet dennoch nicht mit grösseren Zahlen "gestrandeter" Touristen: Die Reedereien hatten die Reisenden schon in der vergangenen Woche informiert und vorsichtshalber keine Tickets für Mittwoch ausgegeben.