Königshaus

Gehaltserhöhung trotz Coronakrise: Hollands Königspaar wird immer reicher

König Willem-Alexander und Königin Maxima: Die Krise kann ihnen nichts anhaben.

König Willem-Alexander und Königin Maxima: Die Krise kann ihnen nichts anhaben.

Währendessen bangen Pensionäre um ihre Rente – und hunderttausenden Niederländern droht Arbeitslosigkeit.

Die Coronapandemie setzt den Niederländern zu. Auch sie, die in den vergangenen acht Jahren von einem Wachstumsboom verwöhnt wurden, müssen nun den Gürtel enger schnallen. «Jeder wird die Krise spüren», kündigte Premierminister Mark Rutte an.

Besonders hart trifft es die Pensionäre. Sie müssen damit rechnen, dass ihre Rentenbezüge im kommenden Jahr um bis zu vier Prozent sinken.

Das regierungsamtliche Zentrale Planungsbüro warnt darüber hinaus davor, dass «Hunderttausende im kommenden Jahr ihren Arbeitsplatz verlieren könnten». Die Arbeitslosigkeit in den Niederlanden könnte im kommenden Jahr auf sechs bis sieben Prozent ansteigen. Die niederländische Wirtschaft wird im laufenden Jahr um etwa acht Prozent schrumpfen.

Erstaunlich an der dramatischen Entwicklung in der 17-Millionen-Nation ist Folgendes: Das niederländische Könighaus bleibt von der schweren Wirtschaftskrise völlig verschont. Mehr noch: Die Royals der Niederlande bekommen alle noch mehr Geld.

Königliche Lohnerhöhung um satte fünf Prozent

Das persönliche Gehalt von König Willem-Alexander wird 2021 trotz Krise um 5,2 Prozent auf satte 998'000 Euro im Jahr erhöht. Insgesamt hat der 53-jährige König für seine Hofhaltung aber sogar ein persönliches Budget von rund 5,7 Millionen Euro zur Verfügung. Auch Königin Maxima erhält für das kommende Jahr eine hübsche Gehaltserhöhung von fünf Prozent. Der 49-Jährigen werden 2021 vom Staat 396'000 Euro überwiesen.

Mit einer saftigen Erhöhung ihrer Apanage kann auch Ex-Königin Beatrix rechnen. Sie erhält 2021 ebenfalls fünf Prozent mehr Geld und kann sich auf eine staatliche Überweisung von 564'000 Euro freuen.

Bleibt noch die Kronprinzessin Amalia. Sie kann sich ab nächstem Jahr, wenn sie am 7. Dezember 2021 volljährig wird, ebenfalls auf einen staatlichen Geldsegen freuen und wird ab 2022 Millionärin.

Auch bald steinreich: Prinzessin Amalia (16, links) mit ihren Eltern und ihren Schwestern Ariana (Mitte) und Alexia (rechts) in den Winterferien in Arlberg.

Auch bald steinreich: Prinzessin Amalia (16, links) mit ihren Eltern und ihren Schwestern Ariana (Mitte) und Alexia (rechts) in den Winterferien in Arlberg.

Bezahlen tuns natürlich die Steuerzahler

Für die letzten 24 Tage im Dezember 2021 erhält die heute 16-Jährige immerhin schon mal 107000 Euro Gehalt.

All diese Auslagen werden – wie auch sonst – aus dem Steuertopf des niederländischen Staates finanziert. Und auch 2022 wird es für die königliche Familie aller Voraussicht nach wieder kräftige Gehaltserhöhungen geben. Die schwerste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg geht an der königlichen Familie der Niederlande damit (mindestens in finanzieller Hinsicht) spurlos vorüber.

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