Damaskus

Explosionen erschüttern Stützpunkte in Syrien – doch wer hat die Raketen abgefeuert?

In Damaskus ist es erneut zu Raketenangriffen gekommen. (Archivbild)

In Damaskus ist es erneut zu Raketenangriffen gekommen. (Archivbild)

Bei Raketenangriffen auf Militärziele in Syrien sind Aktivisten zufolge mindestens 26 Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden. Die meisten Todesopfer habe es bei einem Angriff auf das Hauptquartier der 47. Brigade westlich der Stadt Hama gegeben.

Dies berichtete die in Grossbritannien ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag, deren Angaben kaum unabhängig zu überprüfen sind. Im Hauptquartier der 47. Brigade sind auch iranische Truppen stationiert. Die meisten der Opfer seien Iraner, hiess es.

Eine Serie schwerer Explosionen hatte am Sonntagabend in Syrien mehrere Stützpunkte der Armee und iranischer Milizen erschüttert. Nach Angaben der Beobachtungsstelle wurden auch Stützpunkte nahe des Flughafens von Aleppo von Raketen getroffen. Das Staatsfernsehen zeigte Aufnahmen von schweren Explosionen.

Urheber unklar

Wer die Raketen abfeuerte, blieb nach Angaben der Aktivisten zunächst unklar. Verschiedene Staatsmedien äusserten die Vermutung, Israel könnte hinter den Angriffen stecken. Das israelische Militär kommentiert derartige Vorgänge grundsätzlich nicht.

Stunden vor dem Angriff hatte Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman erklärt, die Streitkräfte behielten sich weitere Einsätze in Syrien vor. Israel betrachtet iranische Militäreinrichtungen und Raketenlager im Nachbarland als direkte Bedrohung seiner Sicherheit.

In den vergangenen Jahren flog das Land dutzende Angriffe auf Ziele in Syrien. Meist richteten sie sich gegen Waffenkonvois für die libanesische Hisbollah-Miliz, aber auch gegen iranische Stützpunkte.

Syrien und sein Verbündeter Iran hatten Israel am 9. April vorgeworfen, Raketen auf einen Militärstützpunkt im Zentrum Syriens abgeschossen zu haben. Dabei gab es mindestens 14 Tote, darunter nach Angaben aus Teheran sieben iranische Soldaten.

Am 14. April flogen die USA, Frankreich und Grossbritannien Angriffe auf verschiedene syrische Militäreinrichtungen als Reaktion auf den mutmasslichen Giftgaseinsatz in der Rebellenhochburg Duma.

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