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«Es gibt nur einen Schuldigen, und das bin ich» – U-Boot-Tüftler Peter Madsen gesteht Mord an Journalistin

Peter Madsen in seinem U-Boot 2008.

Peter Madsen in seinem U-Boot 2008.

Gemäss der grössten dänischen Tageszeitung soll U-Boot-Tüftler Peter Madsen den Mord an einer Journalistin gestanden haben – am Telefon. Dies geht aus einer Medienmitteilung von Discovery Networks Denmark hervor.

Der wegen der Ermordung der schwedischen Journalistin Kim Wall zu lebenslanger Haft verurteilte dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen hat die Tat erstmals gestanden.

In einem am Mittwoch ausgestrahlten Dokumentarfilm antwortete Madsen am Telefon auf die Frage, ob er die junge Frau im August 2017 getötet habe, mit «Ja». Madsen fügte hinzu: «Es gibt nur einen Schuldigen, und das bin ich.» Dies, nachdem er während des gesamten Verfahrens die Tat bestritten hatte.

Über 20 Stunden Telefongespräche

Gemäss «Jyllands Posten», Dänemarks grösster Tageszeitung, handelt es sich um die Dokumentarserie «Die geheimen Aufnahmen mit Peter Madsen». Hinter dem Projekt steht Discovery Networks Denmark, die erste Folge wurde am Mittwochmorgen veröffentlicht.

Discovery Networks Denmark schreibt in einer Pressemitteilung, dass der Journalist Kristian Linnemann mehr als 20 Stunden Telefongespräch mit Peter Madsen geführt hat.

Der 47-Jährige war wegen des Mordes bereits zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hatte laut Gericht die schwedische Journalistin Kim Wall in einem selbstgebauten U-Boot erst gefoltert, dann getötet und zerstückelt über Bord geworfen. Das Gericht ging von einem sexuellen Motiv aus.

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