Pakistan

Er wollte sich mit vergifteten Süssigkeiten an seinem Bruder rächen – jetzt sind 30 Menschen tot

Vergiftete Süssigkeiten in einem pakistanischen Geschäft forderte rund 30 Tote. Es war ein Racheakt. (Symbolbild)

Vergiftete Süssigkeiten in einem pakistanischen Geschäft forderte rund 30 Tote. Es war ein Racheakt. (Symbolbild)

Mit einem blinden Racheakt gegen seinen Bruder hat der pakistanische Betreiber eines Süsswarengeschäfts 30 Menschen getötet. Die Polizei war zuerst von einem Versehen ausgegangen.

Der Mann gestand nach Polizeiangaben vom Freitag vor einem Gericht in der Provinz Punjab, dass er wegen eines Streits mit seinem älteren Bruder, mit dem er den Laden gemeinsam besitzt, Pestizide in Süssigkeiten ihres Sortiments gemischt habe.

Der Bruder habe ihn in einem Streit über geschäftliche Angelegenheiten "beleidigt und misshandelt", sagte der Angeklagte laut Polizei vor Gericht aus. Er habe seinem älteren Bruder deshalb "eine Lektion erteilen" wollen. Daher habe er eine Flasche eines Pestizids in Süssigkeiten gemischt, die gerade hergestellt wurden.

Die vergifteten Süssigkeiten wurden an einen Mann verkauft, der sie zur Feier der Geburt seines Enkelsohnes an mehr als 50 Verwandte und Freunde verteilte. Der Vater des Neugeborenen, sechs seiner Onkel und eine Tante waren unter den 30 Toten. Auch fünf Kinder starben. Vier Menschen sind wegen der Vergiftung immer noch im Spital.

Zunächst hatte die Polizei vermutet, dass die Vergiftung ein Versehen gewesen sei, weil in der Nähe ein Geschäft für Pflanzenschutzmittel renoviert worden war. Die Pestizide waren für diese Zeit in dem Süsswarenladen gelagert worden. (sda)

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