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Deutscher Kanzlerkandidat Scholz: Wahlkampf beginnt noch nicht heute

Olaf Scholz (SPD), Bundesminister der Finanzen, nimmt an einer Pressekonferenz teil, auf der er als Kanzlerkandidat seiner Partei für die Bundestagswahl 2021 vorgestellt wird. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Olaf Scholz (SPD), Bundesminister der Finanzen, nimmt an einer Pressekonferenz teil, auf der er als Kanzlerkandidat seiner Partei für die Bundestagswahl 2021 vorgestellt wird. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Der neuernannte Kanzlerkandidat der deutschen Sozialdemokraten, Olaf Scholz, will die Zusammenarbeit mit den Koalitionspartnern CDU und CSU verantwortungsvoll fortsetzen.

"Wir regieren, und das werden wir auch weiter tun. Der Wahlkampf beginnt nicht heute", sagte Scholz am Montag in Berlin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den SPD-Parteivorsitzenden. Die Corona-Pandemie sei noch nicht überwunden.

Zugleich machte er deutlich, dass er für die Zeit nach der Wahl nicht nach einer Fortsetzung der grossen Koalition strebe, sondern eine Koalition unter Führung der SPD anstrebe. Scholz sagte auch: "Ich freue mich über die Nominierung und ich will gewinnen."

Die Parteichefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sehen Scholz als Krisenmanager der deutschen Regierung in der Corona-Krise. "Olaf Scholz geniesst hohes Ansehen in der Bevölkerung, aber auch in der Partei", sagte Walter-Borjans am Montag in Berlin. Scholz könne und wolle für eine sozialdemokratische Politik kämpfen, sagte Esken.

Vorstand und Präsidium der Partei hatten Scholz am Montagvormittag einstimmig als Kanzlerkandidaten nominiert. Eine Bestätigung auf einem Parteitag ist danach nicht mehr nötig. Die SPD ist damit die erste im Bundestag vertretene Partei mit einem Kanzlerkandidaten für die Wahl 2021.

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