Coronavirus

Australien verhängt Einreiseverbot für China-Reisende

Dieser Krankheitserreger sorgt derzeit für weltweite Aufregung: Nun hat auch Australien wegen des Coronavirus Massnahmen ergriffen. (Themenbild)

Dieser Krankheitserreger sorgt derzeit für weltweite Aufregung: Nun hat auch Australien wegen des Coronavirus Massnahmen ergriffen. (Themenbild)

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs hat die Regierung in Australien ein Einreiseverbot für Reisende aus China verhängt. Von dem Verbot ausgenommen sind australische Staatsbürger und Menschen mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung sowie deren Angehörige.

Das erklärte Premierminister Scott Morrison am Samstag. Das Aussenministerium in Canberra verschärfte seine Reisehinweise für China und empfiehlt Australiern nun, auf Reisen in die Volksrepublik zu verzichten.

Das Einreiseverbot werde von den Grenzbehörden ab sofort umgesetzt, kündigte Morrison an. Australier und Menschen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht in Australien sowie deren Angehörige müssten sich bei ihrer Rückkehr ins Land in eine zweiwöchige "Selbst-Quarantäne" begeben, erklärte der Regierungschef weiter.

Weitere Massnahmen ergriffen

Morrisons Erklärung erfolgte einen Tag, nachdem bereits die US-Regierung ein Einreiseverbot für China-Reisende verhängt hatte. Auch das US-Verbot gilt nicht für Staatsbürger, Ausländer mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung in den USA sowie deren enge Familienmitglieder. Das US-Aussenministerium gab zudem eine Reisewarnung für China aus, worauf die Regierung in Peking mit scharfer Kritik reagierte.

Grossbritannien zog wegen des Coronavirus einige Mitarbeiter seiner Botschaft und seiner Konsulate in China ab. Allerdings sei weiterhin Personal vor Ort, um den Dienst aufrechtzuerhalten, teilte die britische Regierung in einer Erklärung mit.

Apple schloss wegen des Coronavirus vorübergehend seine Geschäfte in China. Wie der Konzern am Samstag mitteilte, sollen die Filialen aus Präventionsgründen und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit bis einschliesslich 9. Februar geschlossen bleiben.

Immer mehr Todesopfer

Das Virus breitet sich unterdessen weiter aus. Die Zahl der Infizierten in China stieg bis Samstag auf 11'791. Mit 46 neuen Todesfällen sind 259 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus am Donnerstag den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte bei der Bekanntgabe der Entscheidung betont, es handle sich nicht um ein "Misstrauensvotum" gegen China. Einschränkungen von Reisen und Handel seien nicht nötig.

Die Zahl der Infizierten und Todesopfer durch den erstmals im Dezember in der zentralchinesischen Metropole Wuhan aufgetretenen Erreger 2019-nCoV wuchs zuletzt immer schneller.

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