Billard

Warum ein Aargauer von der Profi-Tour in England träumt

Alexander Ursenbacher aus Rheinfelden will seine Leidenschaft zum Beruf machen. niz

Alexander Ursenbacher aus Rheinfelden will seine Leidenschaft zum Beruf machen. niz

Selbstbewusst ist er, aber keineswegs überheblich. Und wenn er von Snooker redet, leuchten seine Augen. Die Rede ist von Alexander Ursenbacher. Er wird als grösstes Schweizer Nachwuchstalent im Snooker gehandelt.

Snooker-Profis von überall loben ihn. Das ist Alexander Ursenbacher durchaus bewusst, trotzdem ist der 15-Jährige auf dem Boden geblieben wie kein anderer. «Natürlich freut es mich, wenn mir Leute oder sogar Profi-Spieler Komplimente machen. Das hilft mir auch, an mich zu glauben», sagt das Talent aus Rheinfelden und fügt realistisch hinzu: «Aber wir sind ja in der Schweiz.

Und obwohl Snooker auch hier immer populärer wird, ist es nun mal eine Sportart, die vor allem in England Anklang findet.» Und genau deshalb möchte Ursenbacher sein Glück auf der Insel versuchen. Sobald er die Schule nächstes Jahr beendet hat, setzt er voll auf eine Profi-Karriere.

2010 entdeckt

Sollte das nicht klappen, wüsste er noch nicht genau, was er anstreben würde. Diese Einstellung erklärt Ursenbacher ganz leger: «Seit ich zum ersten Mal Snooker gespielt habe, weiss ich, dass es das ist, was ich will. Es ist mein Traum, Profi zu werden. Deshalb tue ich alles dafür, meinen Traum zu verwirklichen. Andere Gedanken würden mich dabei nur ablenken. Man muss an das glauben, was man erreichen will.»

Wie kommt ein Teenager überhaupt dazu, den Gentleman Sport aufzumischen? «Sport war schon immer eine Leidenschaft von mir. Früher spielte ich Tennis, ab und zu auch gerne eine Partie Billard – bis ich Snooker entdeckte», so Ursenbacher. Dass er das Talent dazu hat, war schon von Beginn an klar. Im Jahr 2010 wurde der englische Profispieler Ian McCulloch auf den jungen Sportler aufmerksam und steht im seither als Trainer zur Seite.

Mit ihm kann der Halbportugiese an seinen Techniken feilen. Doch die Kugel in die richtige Position zu bringen und das Queue exakt zu führen, ist nur das halbe Spiel. «Snooker ist zu 80 Prozent eine mentale Sportart. Ich versuche immer, an nichts zu denken, so zu spielen, wie ich es gewohnt bin», sagt Ursenbacher, «und natürlich kommt es auch enorm auf die Tagesform an.»

Er weiss aber auch, dass ein effektives Training die Grundlage für eine Profi-Karriere ist. Denn auch im Snooker gilt das wohlbekannte Sprichwort: «Übung macht den Meister».

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