Tegerfelden
Tegerfelder Dorfmusik lud ein zum Ritt durch den Wilden Westen

Am Jahreskonzert der Musikgesellschaft Tegerfelden waren diverse Klassiker und Western-Filmmelodien zu hören. Das Motto des Abends war der Wilde Westen. Die Musikanten verliehen mit ihren Cowboy-Kostümen dem Country-Abend zudem viel Authentizität.

Peter Jacobi
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Der Dirigent sowie die Musikantinnen und Musikanten kleideten sich nach dem Motto «Go West».PID

Der Dirigent sowie die Musikantinnen und Musikanten kleideten sich nach dem Motto «Go West».PID

Von Stadt zu Stadt im Truck: Sheriff und Dirigent Ueli Reusser machte mit seinen Musikantinnen und Musikanten überall dort Halt, wo es typische Wildwest-Musik gab. Der Hit der Pet Shop Boys «Go West» gab dem Abend das Motto.

Mit frischen Tönen aus dem Konzertmarsch «Westwood Trail» wurde das Konzertpublikum in den Wilden Westen entführt. Hier holte Karl Hauenstein mit der Soloposaune in «Caucho» den grossen Applaus ab. Nicht umsonst trägt die launige Komposition mit den vielen Glissandi den Untertitel Gymnastik für Trombone. Erfrischende Trompetenklänge im Popstil waren in «Freetime» zu hören.

Winnetou und Old Shatterhand

Nicht fehlen durften Filmmelodien in einem Programm, das im Wilden Westen spielt. Ein ganzes Medley widmete sich dem Komponisten Ennio Morricone, der für viele bekannte Filme die Musik schrieb. Die Titel aus den Westernklassikern «Bonanza», «High Noon» oder «Rio Bravo» erinnerten in der Melodienrevue «Western Graffiti» an John Wayne, Schlägereien und rauchende Colts. Da kamen die ruhig dahinfliessenden Melodien aus «Winnetou und Old Shatterhand» gerade richtig, die von einem Ritt durch die Prärie oder vom Schatz im Silbersee träumen liessen.

Cowboys und -girls auf der Bühne

Mit der bombastischen Hymne «Conquest of Paradise» gedachte die Musikgesellschaft Tegerfelden der Eroberung des Westens. Der Wechsel von Blasmusik und Gesang lockerte den Filmhit mit dem monotonen Rhythmus auf. Für den Show-Effekt bei «Über sieben Brücken» war das Publikum zuständig: Die schwenkenden Leuchtstäbchen verliehen dem Liebeslied von Peter Maffay Stimmung.

Ein musikalischer Wettstreit auf der Bühne war angesagt beim Stück «Cane e gatto». Zwischen den Posaunen als bellenden Hunden und den Klarinetten als jammernden Katzen entbrannte ein wildes Hin und Her. Vizedirigent Michael Müller übernahm dann die Leitung für die Schlagerparade «Truck Stop». Mit deutscher Countrymusik brachten die Musikanten nochmals richtig Stimmung in die Halle. Cowboyhut, Colt, Federnschmuck, Lasso und Sheriff-Stern machten aus der «braven» Musikgesellschaft äusserlich einen wilden Haufen passend zum Wilden Westen. Dazu trugen auch die Ansagerinnen Ramona und Doris bei, die als streitende Squaw und Cowgirl am Schluss doch noch die Friedenspfeife rauchten.

Halle war voll besetzt

In Tegerfelden waren die Plätze am Samstagabend nicht nur in der Halle besetzt. Eng war es auch auf der Bühne. Als Dorfmusik kann Tegerfelden stolz sein auf seinen breiten Bestand an erfahrenen wie an jungen Musikanten.

Unter der Leitung von Markus Hauenstein gaben die Nachwuchsspieler eine Kostprobe ihres Könnens ab. Vereinspräsident Christian Müller konnte Kurt Baumgartner für sein 65. Jahreskonzert ehren, was einen neuen Rekord in der Musikgesellschaft Tegerfelden bedeutet.

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