Koblenz

Paukenschlag: 60 Angestellte der ehemaligen Giroflex verlieren ihre Stelle

Der Giroflex-Hauptsitz in Koblenz.

Der Giroflex-Hauptsitz in Koblenz.

Der skandinavische Konzern Flokk, der vor drei Jahren den renommierten Bürostuhl-Hersteller Giroflex in Koblenz übernommen hatte, richtet sich neu aus und schliesst den Standort im Zurzibiet. Davon betroffen sind 60 Stellen.


Im Juli 2017 wurde der Koblenzer Bürostuhlhersteller Giroflex eine Tochtergesellschaft der norwegischen Flokk-Gruppe. Die Skandinavier übernahmen damals die gesamten Aktien des Schweizerischen Herstellers mit allen Gesellschaften. Der Name Giroflex indes wurde als eigene Marke weitergeführt.

Jetzt richtet sich Unternehmen neu aus, wie es in einer Mitteilung heisst. Man habe entschieden, die Kostenstrukturen des gesamten Konzerns zu reduzieren, Synergien zu nutzen und die Produktionseffizienz zu steigern. Mit schmerzhaften Folgen für den Standort Koblenz. Das konzernweite Massnahmenpaket sieht vor, dass die derzeit sechs Produktionsstätten teilweise zusammengelegt werden. So ist unter anderem vorgesehen, die Giroflex-Stühle künftig im Werk Turek (Polen) herzustellen, heisst es weiter.

Die geplante Produktionsverlagerung hätte zur Folge, dass der Betrieb in Koblenz geschlossen würde, was ein Abbau von rund 60 Stellen bedeuten würde. Über die Verlagerungspläne wurden die Mitarbeitenden am Dienstag durch die Geschäfts- und Bereichsleitung informiert.

Ausserdem wurde das gesetzliche Konsultationsverfahren eröffnet. Die Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, Vorschläge zur Milderung der Folgen der beabsichtigten Produktionsverlagerung einzureichen, schreibt das Unternehmen.

Die Verlagerung der Produktion soll über einen Zeitraum von mindestens neun Monaten erfolgen und  bis Ende 2021 abgeschlossen sein. Zusätzlich wird die Flokk AG einen Sozialplan erarbeiten, um die wirtschaftlichen Folgen für jene Mitarbeitende abzufedern, die keine direkte Anschlusslösung finden.

Man habe die Sozialpartner des Gesamtarbeitsvertrages der Möbelindustrie, die Gemeinde Koblenz sowie das kantonale Amt für Wirtschaft wurden vorgängig informiert. (dws)

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