Bad Zurzach

Geheimnis gelüftet: Das ist Papa Molls Filmfamilie

Lange war es ein gut gehütetes Geheimnis, wer neben Stefan Kurt als Papa Moll die Mama Moll, Fritz, Willy und Evi spielen wird. Nun wurde es gelüftet.

Bereits am letzten Samstag begannen die Dreharbeiten zur Realverfilmung der beliebten, Schweizer Kinderbuch-Comic-Serie Papa Moll. Regisseur war Manuel Flurin Hendry. Bis anhin war nur bekannt, wer den kugelrunden Papa spielt: Stefan Kurt.

Nun ist bekannt, dass Isabella Schmid als Mama Moll, Luna Paiano als Evi, Maxwell Mare als Fritz und Yven Hess als Willy vor der Kamera verkörpern. Ergänzt wird die Filmfamilie durch Martin Rapold (als Chef der Schokoladenfabrik) und Erich Vock als Wachmeister Grimm, wie die Walt Disney Company am Mittwoch mitteilt.

Drehstart am letzten Samstag

Am letzten Wochenende haben die Dreharbeiten begonnen. Die Schauspieler und gegen 60 Personen hinter der Kamera haben in Strengelbach all die Szenen gedreht, in denen das Haus der Familie Moll von aussen zu sehen ist. «Wir hatten in diesen drei Tagen tolles Wetter, perfekt für die Aussenaufnahmen», sagt Lukas Hobi, Produzent bei Zodiac Pictures. Die Produktionsfirma hat im vergangenen Jahr Heidi auf die Leinwand gebracht, nun ist Papa Moll an der Reihe.

Inzwischen ist die rund 80-köpfige Filmcrew nach Bad Zurzach umgezogen, den eigentlichen Hauptdrehort. «Wann wir welche Szenen drehen, hängt auch vom Wetter ab», erklärt Lukas Hobi. Klar ist, dass einige Einstellungen in der Altstadt von Baden gedreht werden, die als Kulisse für das fiktive Murmlikon dient, wo der Papa-Moll-Film spielt.

Der Aufwand dafür ist gross: «Um den Eindruck der 50er-Jahre zu erreichen, müssen zum Beispiel Strassenschilder abmontiert und moderne Elemente entfernt werden», sagt der Produzent. Damit die Aufnahmen nicht durch Schaulustige gestört werden, wird der Drehort weiträumig abgesperrt und die Produktionsfirma gibt nicht bekannt, an welchem Tag wo gedreht wird.

«Wir sind seit zehn Jahren an der Planung und Entwicklung des Films», erklärt Hobi. Papa Moll eigne sich sehr gut für eine Realverfilmung, weil in den Geschichten reale Figuren vorkämen, die auch echte Geschichten erlebten. Dass Papa Moll bei den Zuschauern nicht nur in Buchform, sondern auch auf der Leinwand gut ankommen wird, davon ist Lukas Hobi überzeugt. Schliesslich seien in den vergangenen 64 Jahren mehr als 1 Million Bücher von Papa Moll verkauft worden.

Hauptdrehort ist Bad Zurzach

Der Kinofilm wird somit da gedreht, wo die Bücher entstanden sind: Edith Oppenheim-Jonas hat die Figur im Jahr 1952 im Aargau erschaffen. Dies sei ein bewusster Entscheid gewesen, sagt Produzent Lukas Hobi. «Wir wollten Papa Moll mit der Auswahl der Drehorte auch eine richtige Heimat geben», begründet er.

Die Dreharbeiten in Bad Zurzach, Baden und Strengelbach sollen bereits am 28. September abgeschlossen sein. 

Die Filmcrew hält sich noch bis Ende September in der Schweiz auf, anschliessend zieht das gesamte Team für Innenaufnahmen in die MMC Studios nach Köln und abschliessend nach Görlitz. Der Film wird kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember 2017, in die Kinos kommen.

Papa Moll ist laut Hobi eine der grössten Filmproduktionen in der Schweiz. Rund 5,5 Millionen Franken sind für das Projekt insgesamt veranschlagt. «Ein solches Budget für einen Film in der Schweiz zu decken, ist nicht ganz einfach», sagt er.

Finanziell und logistisch unterstützt wird der Film unter anderem vom Bundesamt für Kultur, von der Zürcher Filmstiftung, von Schweizer Radio und Fernsehen SRF, Teleclub, von den Kantonen Aargau und Luzern, vom deutschen Filmförderfonds, von der Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden, der Gemeinde Bad Zurzach sowie Aargau Tourismus.

Und darum geht es gemäss Medienmitteilung im Film: «Ein Wochenende allein zuhause mit den Kindern - und schon bricht bei Papa Moll das Chaos aus. Denn während Moll in der Schokoladenfabrik Überstunden schiebt, entbrennt zwischen seinen Kindern und dem Nachwuchs seines Chefs ein gnadenloser Kampf: um Zuckerwatte, Hausaufgaben - und den berühmtesten Zirkushund der Welt.» (fh/hug)

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