Reinach
Grünes Licht für eines der Beiden neuen Quartiere am Hinterberg

Im Januar 2020 lag das rund 35-Millionen-Projekt bei der Bauverwaltung auf. Jetzt ist das Grossquartier am westlichen Hang von Reinach bewilligt.

Natasha Hähni
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Am Hinterberg über Reinach ist eine Überbauung mit sieben Mehrfamilienhäusern geplant.

Am Hinterberg über Reinach ist eine Überbauung mit sieben Mehrfamilienhäusern geplant.

Flurina Dünki / Aargauer Zeitung

Die idyllische Landschaft am Reinacher Hinterberg könnte sich schon bald stark verändern. Auf dem Gebiet sind zurzeit zwei Quartiere geplant. Eines der beiden Grossprojekte am Hinterberg ist bewilligt. Beim vor Ablauf der Frist (22.11.2021) schon ein paar Einwendungen eingetroffen.

Am Hinterberg sollen sieben Wohnhäuser mit insgesamt 96 neuen Wohnungen entstehen. Geplant sind zwei Wohnblöcke oberhalb der Hinteren Bergstrasse und fünf unterhalb. Als das Baugesuch im Januar 2020 aufgelegt wurde, waren 34,8 Millionen Franken für die Neubauten veranschlagt. «Im Moment rechnen wir mit 35 bis 40 Millionen Franken für die gesamte Umsetzung des Projekts», sagt Daniele Obino. Ihm gehört die Novoreal AG (Grundeigentümerin und Bauherrin) in Luzern und beispielsweise das Hotel Beau-Rivage in Weggis.

Die Überbauung ist für Familien, für Paare und für Einzelpersonen gedacht. «Wir haben bereits mehrere Anfragen für die geplanten Wohnungen erhalten», so Obino. Zur Auswahl stehen in diesem Quartier 24 Wohnungen mit 4,5 Zimmer, 36 mit 3,5 Zimmer und 33 mit 2,5 Zimmer. Dazu sind drei 5,5-Zimmer-Wohnungen geplant – insgesamt also 96 Wohnungen.

Trotz Diskussionen wird weitergebaut

Der Bach, der zurzeit im Untergrund ist, wird im Laufe des Projekts renaturiert. An zwei Stellen sollen Brücken den freigelegten Bach überqueren. Das ist bereits im Gestaltungsplan der Überbauung festgehalten.«Wir haben ein ähnliches Projekt im Dorfzentrum von Stetten realisiert. Das wurde sehr schön», sagt Obino. Der Plan wurde vor sechs Jahren vom Kanton bewilligt.

Der Bach, der den Siedlungsteil unter der Hinteren Bergstrasse umrahmen wird, war einer der Gründe, warum das Projekt solange nicht bewilligt wurde. «Einzelne Eigentümer eines Grundstückes oberhalb unseres Baulandes, wurden sich in einigen Punkten nicht einig», so Obino. Letztendlich entschied er sich dafür, sein Projekt dennoch weiterzuführen. «Es handelte sich schliesslich nicht um Eingriffe auf meinem Land.»

Über den Baubeginn und darüber, wie viele Wohnungen verkauft und wie viele vermietet werden sollen, kann noch nichts Konkretes gesagt werden.

Etwas weiter den Hang hinunter soll ein weiteres Quartier mit 46 Wohnungen entstehen. Das Baugesuch zur Arealüberbauung ist bis zum 22. November aufgelegen. Laut Bauverwaltung sind bereits Einwendungen eingetroffen. Die Bauherr und Grundeigentümer ist bei diesem Projekt die Firma Immofort AG aus Büttikon. Die Planung übernimmt das Rudolfstetter Unternehmen Swiss Projekt. Den Ansturm auf das Gebiet ausserhalb des Dorfzentrums kann Obino nachvollziehen: «Neben einem Kindergarten und anderen wichtigen Gebäuden in der Nähe, ist das Gebiet mit seinem ländlichen Touch mit Kühen und dergleichen, ländlich und einladend. Es gefällt mir jedes Mal, wenn ich dort vorbeigehe.»

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