Menziken
Erste Acts sind bekannt: «Mutterschiff» segelt als Fünfmaster ins Bermudadreieck

Die Crew lässt es vom 28. bis 30. Juli auf dem Menziker Herzog-Areal mit «Mnevis», «Troubas Kater» und «Les Touristes» ein letztes Mal krachen.

Katja Schlegel
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Die Lokalmatadoren von Mnevis eröffnen den Freitagabend: Thomas Fehlmann, Lukas Weber, Mario und David Hänni (v.l.).

Die Lokalmatadoren von Mnevis eröffnen den Freitagabend: Thomas Fehlmann, Lukas Weber, Mario und David Hänni (v.l.).

Red Brick Chapel

Die «Mutterschiff»-Crew hat die Katze aus dem Sack gelassen und erste Acts für das Open-Air-Wochenende vom 28. bis 30. Juli bekannt gegeben. Wenn auch die grosse Überraschung fehlt – die Acts sind die gleichen, wie bereits für 2020 angesagt waren – so ändert sich doch nichts an derer Qualität und der Vorfreude: Das «Mutti» mausert sich für die 18. und letzte Ausgabe zum Fünfmaster.

Am Donnerstag nimmt das «Mutti» mit dem Kleinkunstabend Fahrt auf: Auftreten wird die Schweizer Slam-Poetin Lara Stoll, Trägerin des Salzburger Stiers. Am Freitag gehts dann mit Karacho auf die hohe See: Den Auftakt machen die Lokalmatadoren von «Mnevis». Mario Hänni, Thomas Fehlmann, David Hänni und Lukas Weber sind zusammen in Beinwil am Seeaufgewachsen und haben 2008 ihre Indie-Pop-Band gegründet.

Weiter geht es mit «Troubas Kater»: die bekannte Berner Kombo mischt Elemente von Rap, Folk, Balkan, Pop oder Rock miteinander und kreiert mit unüblichen Instrumenten wie Sousafon, Akkordeon und einem breiten Bläsersatz einen ganz eigenen Sound.

Troubas Kater aus Bern treten am letzten Mutterschiff in Menziken auf.

Troubas Kater aus Bern treten am letzten Mutterschiff in Menziken auf.

Tabea Hueberli

Die Crew streut Perlen dazwischen

Am Samstag gibt es ein Mitmachkonzert mit der Kinderlied-Sängerin Nelly. Am Abend steht dann das Basler Quintett «Les Touristes» auf den Planken. Die Mundartband beschreibt ihre Musik selbst als «Pop-Chanson-Abgehmukke». Zwischen diese Namen streut die Crew in gewohnter Manier die eine oder andere unbekanntere Perle: So gibt es Berner Soul mit «Irina & Jones» oder mit «Velvet Two Stripes» einen Blues-Garage-Rock-Punk-Mix aus Zürich.

Das Mutterschiff ist nicht nur gut für die Ohren, sondern vor allem auch fürs Auge: Die Festival-Bauten sind einmalig.

Das Mutterschiff ist nicht nur gut für die Ohren, sondern vor allem auch fürs Auge: Die Festival-Bauten sind einmalig.

Christian Steiner

Dieses Programm ist beste Voraussetzung für ein würdiges «Mutti»-Finale. Denn das, das wird es werden. Das Finale, das Ende – im dritten Anlauf. 2019 hatte die Crew angekündigt, 2020 das Finale steigen zu lassen. Corona verhinderte dies. Die leise Hoffnung, dass sich in dieser Pause doch noch jemand finden liesse, der das Open Air weiterführt, war vergebens: Im Januar hielt das OK ein für alle Mal fest: «Die Ausgabe 2022 wird definitiv die letzte sein.»

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