Menziken
In 95 Sekunden auf der Strasse, in 15 Minuten am Ziel: Rettungsdienst des Asana Spitals erhält Höchstnoten

Im Rahmen einer schweizweiten Befragung der ETH und des Schweizer Instituts für Rettungsmedizin wurde auch das Asana Spital in Menziken zur Patientensicherheit befragt.

Natasha Hähni
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Hans-Peter Wyss organisiert den Rettungsdienst mit unkonventionellen Methoden.

Hans-Peter Wyss organisiert den Rettungsdienst mit unkonventionellen Methoden.

zvg

«Rettungsdienste werden zu den sogenannten Hochrisiko-Organisationen gezählt», heisst es in einer Medienmitteilung des Menziker Asana Spitals. Konkret heisst das, dass Fehler in der Notfallmedizin schlimme Folgen haben können. Damit dies möglichst nicht passiert, hat der Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie der ETH Zürich zusammen mit dem Schweizer Institut für Rettungsmedizin (Sirmed) eine schweizweite Befragung zur Patientensicherheit in Schweizer Rettungsdiensten durchgeführt. 23 Rettungsdienste aus dem deutschsprachigen Raum haben an der Umfrage teilgenommen.

«Die Studie zeigt im Rettungsdienst des Asana Spitals Menziken ein sehr positives Bild bezüglich des Patientensicherheitsklimas», wie per Medienmitteilung kommuniziert wurde. Das Ergebnis wird laut Hans-Peter Wyss, Leiter der perioperativen Pflege im Asana Spital Menziken, durch die Kennzahlen bestätigt, die er bei jedem Einsatz erfasst. Demnach sind die Rettungsteams durchschnittlich innerhalb von 95 Sekunden auf der Strasse, mit dem Ziel, binnen 15 Minuten bei den Patientinnen und Patienten einzutreffen. Hinzu kommt, dass beide Rettungswagen des Spitals identisch sind. «Das vereinfacht vieles. Alles ist immer am selben Ort, nichts muss nachgefragt werden», so Wyss.

Wyss erklärt sich das Resultat wie folgt: «Unser gutes Ergebnis hat in meinen Augen viel zu tun mit den optimierten Prozessen und einer guten Teamkultur.» Logische und praxisnahe Abläufe sowie die saubere Vor- und Nachbearbeitung der Einsätze seien in Menziken zentral. So werden jeden Morgen Qualität, Sicherheit, Hilfsfrist und Infrastruktur der Einsätze in den vergangenen 24 Stunden bewertet und wo nötig optimiert. Dabei seien auch Fehler und «Beinahefehler» ein Thema. «Wir handeln in Notfallsituationen und es geht um Menschen. Hier einen Fehler zuzugeben, ist schon etwas anderes, als wenn in einem Büro Makulatur produziert wird», heisst es von Seiten des Spitals. Die Patientensicherheit stehe bei ihnen immer im Mittelpunkt, erklärt Wyss. «Dafür setzen wir uns alle täglich ein.»

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