Tele M1 besuchte Hannes Roth bei den Testfahrten mit seinem neuesten Projekt.

Tele M1

Klein und schnell
Hannes Roth aus Schöftland hat schon einige verrückte Gefährte gebaut – das ist seine neueste Erfindung

Es hat nur drei Räder, aber 152 PS: Die neueste Erfindung von Tüftler Hannes Roth aus Schöftland ist ein dreirädriges Rennauto. Nach zwei Jahren Tüfteln dreht er damit die ersten, rasanten Runden.

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(smo)

Normalerweise tuckern die dreirädrigen Gefährte Modell «Ape» des italienischen Fahrzeugbauers Piaggo in gemächlichem Töffli-Tempo, meist dienen sie als hippe Cafe-Bars im Freien oder für Transporte auf kurzen Wegen. Dass der neuesten Entwicklung von Hannes Roth ein solches Dreirad zugrunde liegt, ist kaum zu glauben. Mit 152 PS brettert Roth damit gerade über die Strecke des Driving-Centers in Safenwil.

Es sind die ersten Testfahrten mit seinem neuen Gefährt und Roth gibt gegenüber Tele M1 zu:

«Ich habe noch etwas den Zitteri. Ich kämpfe wie auf einem Pferd, das noch nie geritten worden ist.»

Zwei Jahre Arbeit und den Motor eines Yamaha-Motorrads hat Garagist Hannes Roth in den «Ape» gesteckt. Bis zu 190 Stundenkilometer schnell wäre das «Rennauto», doch an die Höchstgeschwindigkeit hat er sich noch nicht gewagt.

Ans Limit gehen

Es ist nicht das erste Spezialgefährt aus Hannes Roths Werkstatt, das Schlagzeilen macht. Einen rollenden Bob hat er bereits erfunden und mit seiner 180 Stundenkilometer schnellen Badewanne schaffte er es gar ins Guinessbuch der Rekorde:

Youtube/Jonny1go

Das dreirädrige Rennauto ist das siebte Projekt von Hannes Roth. «Ans Limit gehen im Leben und schauen, was möglich ist», so beschreibt er, was ihn antreibt. Und fügt an: «Aber doch noch die Sicherheit im Blick haben, zu einem gewissen Teil.» Das nächste Projekt hat er bereits im Kopf. Einen starken Motor wird es auf jeden Fall haben, mehr will er aber nicht verraten.