Zetzwil
«Dafür braucht man richtig Muckis» – die schönsten Bilder vom Räbeliechtli-Umzug

Tal auf, Tal ab sind Kinder wieder mit ihren Räbeliechtli unterwegs. Die AZ war beim Schnitzen und Singen dabei.

Melanie Eichenberger
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Hier erklärt Kindergärtnerin Verena Gubler, wie das Schnitzen funktioniert.
29 Bilder
Räbeliechtli schnitzen braucht "Muckis".
Die Kindergartenkinder sind froh um Hilfe.
Das Schneemann-Förmli gefällt Andrin (4) besonders gut.
Mia (5) wurde von Mami Beate beim Schnitzen unterstützt.
Mami Melanie und Sohn Marc sind schon fast fertig mit dem Räbeliechtli.
Valentin (4) mit seinem Mami Barbara
Die Kinder des Kindergarten Zetzwil sind stolz auf ihre Werke und können den Abend kaum erwarten.
Die fertigen Räbeliechtli.
Räbeliechtli schnitzen in Zetzwil
Die älteren Kinder liefen mit der Fackel voraus.
Die älteren Kinder liefen mit der Fackel voraus.
Liebevoll gestaltete Liechtli.
Strahlende Kindergesichter.
Die Stiftung Schürmatt hat den Weg für die Kindergärtner und Schüler von Zetzwil beleuchtet.
"Dor die donkli Nacht ohni Stärneschyn, do muess es Liechtli si."
Rund 80 Kinder nahmen am Umzug teil.
Vom Schulhaus über den Höhenweg zur Stiftung Schürmatt.
Mit viel Herz wurden die Räben geschnitzt.
Räbeliechtli-Umzug Zetzwil.
Räbeliechtli-Umzug Zetzwil.
Räbeliechtli-Umzug Zetzwil.
Noah (5) aus Zetzwil war auch dabei.
Lisa (5) und Sophia (5) aus Zetzwil.
Räbeliechtli.
Räbeliechtli-Umzug Zetzwil.
Räbeliechtli-Umzug Zetzwil.
Durch die Strassen von Zetzwil unterwegs.
Durch die Strassen von Zetzwil unterwegs.

Hier erklärt Kindergärtnerin Verena Gubler, wie das Schnitzen funktioniert.

Melanie Eichenberger

Kein Wind. Kein Regen. Kein Frost. Das Wetter war den Zetzbuer Kindern heuer gut gesinnt. In Reih und Glied liefen vom Schulhaus bis zur Stiftung Schürmatt rund 80 Kindergarten- und Schulkinder mit ihrem Räbeliechtli oder ihrer Fackel und sangen: «S Näbeltuech lit uf de Stross, macht eim d’Hoor ond d’Bagge nass.» Bei der Schürmatt wurden die strahlenden Kinder nicht nur von Eltern, Grosseltern, Gotti und Götti empfangen. Hier warteten auch die Schüler der Stiftung Schürmatt auf ihren Einsatz. Gemeinsam gaben sie drei einstudierte Räbeliechtli-Umzugslieder zum Besten.

Räben essen und Förmli stechen

Damit es überhaupt zu diesem Lichtermeer kommen konnte, haben gestern fleissige Kinder die kunstvollen Gemüse-Laternen geschnitzt. «Dafür braucht man richtig Muckis», stellte Oliver (4) fest. Er und die zwölf Kinder des Kindergartens in Zetzwil (KIZ) waren froh, halfen dieses Jahr neben Kindergärtnerin Verena Gubler auch noch vier Mütter mit. Räbeliechtli-Schnitzen muss gelernt sein. Am Dienstagmorgen wurden die Chindsgi-Chind und die vier Helferinnen von der Kindergärtnerin in die Kunst des Aushöhlens und Verzierens eingeführt. «Vom Innern der Räbe dürft ihr probieren», sagte Gubler. Doch kaum eines der Kinder ass einen Bissen. «Ich finde es nur halb gut», sagte Valentin (4) mit waagrecht ausgestrecktem Daumen. Was die Kinder vom Inneren der Räbe nicht essen mochten, wurde am Schluss den Kühen auf dem Bauernhof gebracht. Und so kratzten und schnitzten die Kindergärtler am violetten Gemüse und suchten im Anschluss die schönsten «Förmli» für die Verzierung aus. Dabei standen Igel, Stern oder Mond hoch im Kurs. «Das war aber ein sehr interessanter Tag», waren sich die Kindergärtler um halb elf Uhr morgens schon einig. Was sie wohl am Abend beim Schlafengehen sagten?