Uerkheim
Ein Rückhaltebecken und ein Damm sollen es regeln: Darüber wird an der nächsten Gmeind abgestimmt

An der Gemeindeversammlung vom 26. November entscheidet Uerkheim unter anderem über das dringend nötige Hochwasserprojekt.

Cynthia Mira
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Angst vor einem neuen Hochwasser. In Uerkheim soll endlich eine Hochwasserschutzanlage gebaut werden.

Angst vor einem neuen Hochwasser. In Uerkheim soll endlich eine Hochwasserschutzanlage gebaut werden.

Urs Helbling

Die Realisierung des neuen Hochwasserprojektes in Uerkheim kostet fast 10 Millionen Franken. Das geht aus den Berechnungen der kantonalen Abteilung Landschaft und Gewässer hervor. Rund 2,3 Millionen Franken gehen zu Lasten der Gemeinde Uerkheim. Zumindest, wenn der Souverän diesem Verpflichtungskredit (Dekretsbeitrag) an der Gemeindeversammlung vom 26. November 2021 zustimmt.

Regenrückhaltebecken soll bei der ehemaligen Rosenzucht entstehen

Die Gemeinde nahm mit Hilfe des Kantons bereits den dritten Anlauf für ein solches Grossprojekt. Im Juni 2020 hatte Uerkheim den Antrag für den Projektierungskredit über 248'000 Franken angenommen. In den Jahren zuvor lehnte der Souverän hingegen in Referendumsabstimmungen zwei Uerkner Hochwasser-Projekte ab. Dabei ist das Dorf dringend auf den Schutz angewiesen. Im Juni drang bei den Unwettern Wasser ins Archiv im Gemeindehaus. Schlimm aber war es 2017. Damals zeigte sich nach einem Unwetter ein Bild der Verwüstung. Eine Brücke wurde weggerissen. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt entschied sich auf Antrag des Gemeinderates damals, ein Hochwasserschutzprojekt für das Uerkental zu planen.

Nun steht fest, wie das Dorf die Problematik in den Griff bekommen soll. Entstehen soll ein grosses Rückhaltebecken auf Höhe der ehemaligen Rosenzucht Koller. Zudem soll ein Damm gebaut werden und die Uerke durch einen Tunnel fliessen, wobei die Wassermenge begrenzt wird. Für dieses Vorhaben müsste die Kantonsstrasse sechs Meter verschoben werden, damit sie künftig um den Damm herumführt. Die bereits geplanten Sanierungsarbeiten an der Kantonsstrasse wurden deshalb sistiert. Realisiert werden soll das Projekt in Etappen ab 2023 bis 2026. Die Gemeinde lädt im Vorfeld zur Gemeindeversammlung Interessierte zu einer Informationsveranstaltung zum Hochwasserprojekt am 18. November, um 19 Uhr, ein.

Feuerwehr-Reglement wird nach 15 Jahren erneuert

Als weiteres Traktandum wird an der Gemeindeversammlung über das Kaufangebot der Liegenschaft an der Hinterwilerstrasse 38 entschieden. Die Abteilung Tiefbau des Departements Bau, Verkehr und Umwelt bot an, das Gebäude zu übernehmen. Die Einwohnergemeinde kaufte das Gebäude erst 2018 für 370'000 Franken. Der ursprüngliche Plan eines Weiterverkaufs an Private dürfte aber wegen baurechtlichen Auflagen schwierig werden. Mit dem Verkaufspreis von 434'000 Franken an den Kanton würde ein Gewinn von 30'000 Franken resultieren. Weiter hat der Souverän über die Reglementserneuerung der Feuerwehr Uerkental zu befinden. Den darin enthaltenen Tarifen für die Einsätze der Feuerwehr gehen auf das Jahr 2006 zurück und wurden nun angepasst.

Doch damit nicht genug. Per Ende des Kalenderjahres 2021 wird die Schulpflegen abgelöst, womit deren Aufgaben an den Gemeinderat übergehen. Einzelne dieser Aufgaben überträgt der Gemeinderat wiederum ab Januar 2022 an die Schulleitung. In welchem Umfang, das wurde in einem Konzept zwischen der Gemeinde und der Schule geregelt. Die Schulpflege und die Schulleitung beantragen für die Ausführung die Aufstockung des Schulleitungspensums von aktuell 40 Prozent auf 50 Prozent. Auch diesen Antrag gilt es, an- oder abzulehnen.

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