Wahlen 2011

Schlappe für SP: Grüne für Listenverbindung mit Grünliberalen und EVP

Die Grünen gehen eine Listenverbindung mit glp und EVP ein.

Gemeinsam in den Wahlkampf:

Die Grünen gehen eine Listenverbindung mit glp und EVP ein.

Die Aargauer Grünen gehen für die Wahlen 2011 eine Listenverbindung mit Grünliberalen (glp) und EVP ein. Ziel ist ein zweiter Sitz im Nationalrat. Mit diesem Entscheid lassen die Grünen die SP links liegen.

Die Grünen hätten von Anfang an eine breite Verbindung mit SP, glp, EVP und allenfalls weiteren atomkritischen Parteien angestrebt, wie die Partei in einer Mitteilung schreibt. Da diese grosse Verbindung bislang nicht zustande gekommen sei, hätten sich die Grünen mit der glp und der EVP auf eine Listenverbindung geeinigt.

Diese sei für alle drei Parteien interessant, da damit eine Zersplitterung des gemeinsamen Stimmenpotentials von 18 bis 19 Prozent vermieden werden könne. Die Grünen hätten so die Chance, «in einen fairen Wettbewerb mit glp und EVP für einen zweiten grünen Nationalratssitz zu kämpfen», wie es weiter heisst.

Unterstützung für Pascale Bruderer

Mit diesem Entscheid erteilen die Grünen gleichzeitig eine Absage an die SP, die sich an ihrem Parteitag Ende Juni für eine Listenverbindung mit den Grünen ausgesprochen hatte.

Die SP ist bei den Listenverbindungen im Aargau die grosse Verliererin

TeleM1 über die Listenverbindungen

Zwar seien die Sozialdemokraten «der wichtigste Partner in der politischen Zusammenarbeit», wie die Grünen betonen. Man wolle jeden die «guten Kontakte zur glp und EVP nutzen, um konstruktive Lösungen zu finden.» Dies sei wichtig für den Aargau, vor allem im Hinblick auf die Energiedebatte im Grossen Rat von Ende August.

Die Listenverbindung habe keinen Einfluss auf den Ständeratswahlkampf. Die Grünen wollen für eine ungeteilte linke Standesstimme einstehen und neben ihrem Vertreter Geri Müller auch SP-Frau Pascale Bruderer unterstützen. (pi)

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