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Radon-Messgeräte für Privathäuser

Ein Dosimeter für die Messung der Radonkonzentration.

Ein Dosimeter für die Messung der Radonkonzentration.

Das Amt für Verbraucherschutz führt auch diesen Winter eine Radon-Messkampagne in Wohnhäusern durch. Ein «Dosimeter» soll dafür die Daten liefern.

Wie die kantonale Radonverantwortliche Eva Bantelmann erklärt, gilt vor allem für Wohnräume im Keller, Häuser in Hanglage, Häuser ohne Keller oder Naturkeller ein erhöhtes Radon-Risiko. In diesem Zusammenhang empfiehlt das Amt für Verbraucherschutz Besitzern von «Risikogebäuden», einen speziellen Dosimeter für eine Messung zu bestellen. «Die Dosimeter müssen einen bis zwei Meter über dem Boden platziert werden», erklärt Eva Bantelmann. Nach einer dreimonatigen Messphase werden die zurückgesandten Geräte für die Auswertung nach Schweden geschickt. Die Resultate sollen im Juni 2011 bekannt sein. Ist die Konzentration zu hoch, informieren Fachpersonen über mögliche Sanierungsmassnahmen.

Radon, ein radioaktives, natürlich vorkommendes Edelgas, kann aus dem Boden über das Fundament in Gebäude eindringen. Die Zerfallsprodukte setzen Strahlung frei, die das Risiko erhöht, an Lungenkrebs zu erkranken.

Aargau doch ein «Radon-Kanton»?

Der Kanton Aargau führte von 1993 bis 2009 in insgesamt 3700 Gebäuden Radon-Messungen durch. Dabei sei der Aargau nie als «Radon-Kanton» bekannt gewesen, so Eva Bantelmann. Da die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2009 die Grenzwertempfehlungen von 1000 auf 300 Becquerel pro Kubikmeter gesenkt hatte, führte der Verbraucherschutz im letzten Winter in allen öffentlichen Schulen und Kindergärten Messungen durch. Die Untersuchung sorgte für eine böse Überraschung. Denn: Die Werte überschritten vielerorts sogar den Grenzwert von 1000 (Bq/Kubikmeter). (SPI)

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