Aargauer Grosser Rat

Obligatorische Hundekurse gestrichen

Hundehalter müssen keinen obligatorischen Kurs mehr absolvieren.

Hundehalter müssen keinen obligatorischen Kurs mehr absolvieren.

Die obligatorischen Hundekurse gehören der Vergangenheit an – nachdem sie bereits auf Bundesebene aufgehoben wurden, zog der Grosse Rat nach.

Der Grosse Rat streicht die obligatorischen Hundekurse aus dem kantonalen Gesetz. Auf Bundesebene sind die Pflichtkurse bereits aufgehoben worden, es handelte sich also um eine rein formale Anpassung. 

Mit 107 zu 4 Stimmen überwies das Parlament eine entsprechende Motion der SVP-Grossrätin Marlise Spörri. Der Regierungsrat hatte sich bereit erklärt, den Vorstoss entgegen zu nehmen.

Regierungsrätin Franziska Roth argumentierte, die meisten Hunde im Aargau seien sehr gut gehalten und auch ein Sachkundenachweis verhindere nicht, dass es zu Vorfällen komme.

Der Bund schaffte per Ende 2016 die Hundekurspflicht ab. Das Obligatorium galt seit dem Jahr 2008. Kantone können weiterhin Hundekurse vorschreiben.

Das Hundegesetz soll im Aargau wegen der Abschaffung der Hundekurspflicht nicht extra geändert werden. Wegen des Grundsatzes, dass Bundesrecht kantonales Recht breche, sei bereits heute sichergestellt, dass Hundehaltende keinen Sachkundenachweis mehr vorlegen müssten, hält der Regierungsrat fest. 

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