Brunegg
Volg-Laden wird dank neuem Konzept nach einem Unterbruch wieder geöffnet

Seit Jahren steht der Volg-Laden in Brunegg auf wackeligen Füssen. Nun steht die definitive Schliessung bevor. Doch der Gemeinderat hat beschlossen, ein neues Konzept auszuarbeiten, um den Betrieb in der zweiten Hälfte 2014 wieder aufzunehmen.

Hanny Dorer
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Anstelle des inzwischen abgebrochenen Schützenhauses (links) ist eine Linde mit Sitzplatz geplant. Ein neuer Radweg soll die Abzweigung für Radfahrer von der Haupt- in die Bruneggerstrasse erleichtern.

Anstelle des inzwischen abgebrochenen Schützenhauses (links) ist eine Linde mit Sitzplatz geplant. Ein neuer Radweg soll die Abzweigung für Radfahrer von der Haupt- in die Bruneggerstrasse erleichtern.

Pascal Meier

Am Polit-Apéro informierte der Gemeinderat über die neuesten Entwicklungen im Dorf. Erfreut stellte er fest, dass der Anlass so gut besucht war wie noch selten zuvor. Offenbar beschäftigen die angekündigten Themen die Bevölkerung sehr.

Der Kampf um den einzigen Dorfladen dauert in Brunegg schon seit Jahren. Doch auch die Lösung mit integrierter Poststelle konnte den Laden nicht retten; gegen Ende Jahr wird er definitiv geschlossen.

Wie es nun weitergehen soll, erläuterte Gemeinderätin Ruth Imholz Strinati am Polit-Apéro. So soll auf der Basis eines im November 2012 durchgeführten Workshops von einer Projektgruppe ein neues Konzept ausgearbeitet werden. In der Projektgruppe, die ihre Arbeit im Sommer aufnehmen wird und unter der Leitung von Ruth Imholz Strinati steht, werden zwei Brunegger oder Bruneggerinnen mit Erfahrungen im Bereich Gewerbe die Interessen der Bevölkerung vertreten. Als Berater wird ein Fachspezialist mit langjähriger Berufs- und Projekterfahrung beigezogen, der mit der Problematik eines Dorfladens vertraut ist. Gemäss Zeitplan soll das neue Konzept an der Wintergmeind im November 2013 vorgestellt werden. Parallel dazu wird bei der HFW (Höhere Fachschule für Wirtschaft) in Aarau eine Masterarbeit in Auftrag gegeben.

Um eine flexiblere Raumgestaltung zu erreichen, hat der Gemeinderat beschlossen, den Laden umfassend zu sanieren und so die Voraussetzungen zur Einführung des neuen Konzeptes zu schaffen. Die Arbeiten sind für das erste Halbjahr 2014 vorgesehen. Ziel ist es, den Laden im zweiten Halbjahr 2014 gemäss dem neuen Konzept zu eröffnen.

Nach dem Abbruch des Schützenhauses kann die unbefriedigende Rad- und Gehwegquerung beim Dorfeingang West nun an die Hand genommen werden. Gemeinderat Remo Müller erläuterte, was geplant ist.

Heute ist die Querung der Hauptstrasse für Radführer unübersichtlich, da sie diagonal erfolgt. Ausserdem erlaubt die aktuelle Strassenführung den Autofahrern relativ hohe Geschwindigkeiten.

Künftig wird ein 2,5 Meter breiter und von der Fahrbahn getrennter Rad- und Gehweg vom Sandhübelweg bis zur Querung führen. Da diese neu rechtwinklig zur Strasse erfolgt, ist eine bessere Übersicht gewährleistet. Für die Fahrzeuge wird die Fahrbahn enger, sie müssen also langsamer fahren. Gleichzeitig wird am Standort des bisherigen Schützenhauses eine Linde mit Sitzbank erstellt, die ebenfalls eine gewisse Bremswirkung haben wird. Der Beginn der Arbeiten ist für Juni geplant.

Was das neue Schulsystem für die Gemeinde Brunegg bringt, erläuterte die Präsidentin der Schulpflege, Esther Pavlovic. Neu wird der Kindergarten zwei Jahre dauern und die Schülerinnen und Schüler werden bis zur 6. Klasse in Brunegg bleiben. Die Oberstufe werden sie in Möriken-Wildegg besuchen. Nachdem die Schule vor einigen Jahren in beängstigendem Masse geschrumpft war, werden nun wieder steigende Schülerzahlen verzeichnet.

Schliesslich informierte Vizeammann Roland Christen über den Stand des Gestaltungsplans Breitacker. Dieser wurde nach dem Mitwirkungsverfahren überarbeitet und nach der ersten Vorprüfung leicht redimensioniert. Anstelle der ursprünglich geplanten 70 Wohneinheiten werden es noch 50 bis 60 sein. Eine zweite Vorprüfung und die öffentliche Auflage stehen nun bevor.