Seengen
Vandalen ruinieren Fussballplatz mit Auto – Gemeinde stellt Strafanzeige

Unbekannte haben die Rasenflächen des Sportclubs Seengen mit dem Auto schwer beschädigt. Der Klub ist frustriert und befürchtet Konsequenzen für den Sportbetrieb.

Florian Wicki
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In Seengen sind Rowdys in der Nacht mit dem Auto auf dem Fussballplatz rumgefahren.

In Seengen sind Rowdys in der Nacht mit dem Auto auf dem Fussballplatz rumgefahren.

Screenshot Facebook

Er hat nicht nur wegen Corona ein schweres Jahr hinter sich: Der Sportclub Seengen wurde heuer bereits einige Male das Opfer von Vandalenakten – seien es Schmierereien, durchtrennte Tornetze oder Brandschäden durch Feuerwerkskörper.

Und nun kurz vor Jahresende auch das noch: In der Nacht vom 8. auf den 9. Dezember – kurz vor 23 Uhr – kurvten Unbekannte mit einem Auto auf den Rasenflächen des Sportklubs herum und hinterliessen dabei grossen Sachschaden.

Martin Hegnauer, Infrastruktur-Verantwortlicher des Vereins, erklärt: «Wir gingen aufgrund eines Überwachungsvideos erst davon aus, dass nur der untere Platz in Mitleidenschaft gezogen wurde.» Im Verlauf der Woche habe er zusammen mit dem Vorstand einen Augenschein genommen und dabei festgestellt, dass eigentlich alle Rasenflächen des Klubs, also der alte und der neue Fussballplatz sowie auch der Vorplatz beschädigt wurden.

Die beschädigten Rasenstellen sterben wohl ab

Hegnauer ist frustriert: «Wir sind uns bewusst, dass die Jungen auch irgendwo sein müssen, und sie dürfen ja auch gerne bei uns sein.» Der Vereinsplatz und die dazugehörenden WC-Anlagen seien öffentlich zugänglich, und das solle auch so sein. Auch wenn die immer wieder vorkommenden Sachbeschädigungen und Verschmutzungen den Goodwill des Vereins allmählich strapazieren, so Hegnauer: «Das alles ist immer mit Aufwand verbunden, wie zum Beispiel am 1. August, als wir auf unserem Areal über 1000 Feuerwerkskörper eingesammelt haben.» Der Verein habe sonst schon Mühe, genügend Freiwillige zu finden für solche Arbeiten, da helfe mutwillige Zerstörung und Verschmutzung natürlich auch nicht.

Wie teuer die Reparatur des Rasens nun wird, kann Hegnauer noch nicht sagen, dafür müsse man erst einmal wärmere Temperaturen abwarten. Genau dieser Umstand könnte für den Klub ein Nachspiel haben, befürchtet Hegnauer: «Der Rasen braucht eine Aussentemperatur von 5 Grad, um sich zu erholen, habe ich mir sagen lassen. Ist das in diesen winterlichen Temperaturen nicht möglich, sterben die betroffenen Stellen ab.» Dann müsste man im Frühling nachsäen, was im schlimmsten Fall zur Folge haben könnte, dass der Rasen bis zum Spielbetrieb nicht einsatzbereit ist.

Die Gemeinde Seengen als Besitzerin der Rasenflächen hat Strafanzeige gegen unbekannt bei der Regionalpolizei Lenzburg eingereicht, wie Gemeindeschreiber Hans Schlatter auf Anfrage bestätigt.

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