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Schifffahrt muss kämpfen Die Coronakrise hat die Hallwilerseeschifffahrt gleich doppelt getroffen. Per Ende September seien nur gerade 45000 Personen auf dem Hallwilersee unterwegs gewesen, berichtet das «Dorfheftli». Im Vergleich: 2019 waren es zu diesem Zeitpunkt 100000 Passagiere. Das Problem von Geschäftsführer Ueli Haller ist, dass sein Betrieb als ÖV gilt, aber hauptsächlich touristische Aufgaben erfüllt. Will heissen: Auf sämtlichen Schiffen gilt Maskenpflicht, auch wenn man auf dem windigen Deck sitzt. Das habe sicher viele abgeschreckt, sagt Haller. Und weil der Betrieb nicht staatlich ist, erhält er kein Geld. Auch ein Brief an Bundesrat Alain Berset habe nur Ernüchterung und nicht die erhoffte finanzielle Unterstützung gebracht. Haller hofft jetzt noch auf die Eventschifffahrt mit beschränkter Personenanzahl. Sogar Fondue sei möglich: «Es werden zwei Gabeln verteilt.» Eine geht ins Caquelon und die andere in den Mund.

Aufgepasst Sie sind Objekte, die auf lokaler Ebene mit der Berühmtheit des Schlosses mithalten können. Wenn auch weniger fotografiert und mehr gefürchtet als bewundert: die Poller vor der Hypi. Ihretwegen wurden schon Gerichtsfälle abgehalten, und sowohl Einheimische wie auch Auswärtige haben sich an den tückischen Dingern gestossen. Und jetzt die News: Es gibt noch mehr davon. Bei der Berufsschule ist eine neue Anlage in Betrieb gegangen, wie die Firma Consel Group AG – Experten für Zufahrtsregelung auf Instagram bekannt gab. Die Poller gehörten der neusten Generation Poller-Systeme urbanstar e-dynamix an, schreibt die Firma. Was das genau heisst, weiss der Schlossgeist nicht. Aber die Poller werden sicher zu vielen neuen Begegnungen führen.

Zwei Schrauben, bitte Wenn Walter Bertschi-Roeschli das gewusst hätte. Dass sein Eisenwarenladen dereinst auf Twitter diskutiert werden würde. Es hätte ihn vermutlich nicht gross beeindruckt. Aber der aufmerksame Twitter-Nutzer konnte diese Woche auf dem sozialen Netzwerk eine Konversation erspähen, wo es um Schrauben ging. Ein Nutzer reklamierte, dass man heute nur noch Schrauben in der 50er-Packung kaufen könne, auch wenn man nur eine brauche. Worauf die Sprache schnell auf den legendären Lenzburger Eisenhändler kam: «Da gab es jedes noch so exotische Schräubchen in beliebiger Stückelung», wusste einer. Bertschi-Roeschli – ein Name, der seinen Träger und dessen Geschäft schon um viele Jahre überlebt hat.

Zug ausgefallen Trainspotter sind Menschen, die Züge mögen. Sie lauern ihnen auf und schiessen ein Foto, wenn das Objekt der Begierde auf den Schienen vorbeirauscht. Auch in der Region Lenzburg sind Zug-Enthusiasten am Werk, einige davon teilen ihre Bilder auf Instagram. Doch sie haben mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie die Menschen, die im Zug reisen. Manchmal kommt keiner. So tauchte auf dem Account des Trainspotters @seetalspotter auf Instagram diese Woche ein Bild ohne Zug auf. Der äusserst passende Text: «Hier sehen Sie einen Twindexx als IR 37 nach Basel, der aus unbekannten Gründen ausgefallen ist.» Voll erwischt!

Katze im Blumentopf Die Zeiten mögen noch so kompliziert und beunruhigend sein, mit den Katzen ist es immer noch das Gleiche. Manchmal laufen sie weg. Und werden dann in der Facebookgruppe Lenzburg gesucht. Ein Exemplar namens Ivy wurde von ihren Besitzern vermisst, und wie immer beteiligten sich die Gruppenmitglieder rege an der Suche. Schnell wurde klar, dass sich die Katze in der Nähe des Cafés MaBelle aufgehalten hatte. Und nicht nur in der Nähe, eine Katze soll offenbar regelmässig im «MaBelle» auftauchen. «Sie schläft immer im Pflanzentopf», schreibt der «MaBelle»-Wirt. Doch für die vermisste Katze war das «MaBelle» ein einmaliger Abstecher, sie ist unterdessen wieder zu Hause.

Mysteriöse Terminplanung Bisweilen sind die Beiträge in der Facebookgruppe nicht immer ganz verständlich. Oder erschliessen sich nur einem begrenzten Publikum. «Schon etwas vor am 17.10.?», wollte ein Mitglied wissen. Ganze vier Teilnehmer haben dies gelikt. Aber eine Einladung oder ein Hinweis für einen Anlass fehlt. Was ist denn nun am 17.10.? Der Schlossgeist hätte einen Vorschlag. Früh ins Bett und am nächsten Morgen an die Urne.