Lenzburg
Die Ammerswilerstrasse wird für rund 4,9 Millionen Franken saniert

Für den Langsamverkehr ist die Strasse heute nicht ideal. Deshalb sollen zusätzliche Querungen entstehen und die Bushaltestellen umgestaltet werden. Die Baumallee soll dagegen stehen bleiben. Läuft alles nach Plan, ist die Strasse Anfang 2027 fertig.

Valérie Jost
Drucken
Hier, auf Höhe des Kindergartens (links des Bildausschnitts), soll eine Querung der Ammerswilerstrasse für den Fussverkehr entstehen.

Hier, auf Höhe des Kindergartens (links des Bildausschnitts), soll eine Querung der Ammerswilerstrasse für den Fussverkehr entstehen.

Valérie Jost

Die Ammerswilerstrasse in Lenzburg ist in einem schlechten Zustand und muss saniert werden. Auch lässt die Situation für den Fussverkehr zu wünschen übrig, was etwa FDP-Einwohnerrätin Corinne Horisberger-Buri bereits kritisierte: «Die Strasse bietet kaum Querungsmöglichkeiten. Gerade für Kinder auf dem Weg zum Kindergarten oder zur Schule ist die Verkehrssicherheit dort problematisch.»

Auf Höhe des Kindergartens soll im Rahmen der Strassensanierung eine Schutzinsel entstehen.

Auf Höhe des Kindergartens soll im Rahmen der Strassensanierung eine Schutzinsel entstehen.

Visualisierung: Swiss Interactive AG

Die Sicherheit soll nun im Rahmen der Sanierung verbessert werden. In den vergangenen Jahren wurde für den 740 Meter langen Abschnitt etwa zwischen dem «Ochsen» und der Haltestelle Ziegeleiweg (Richtung Ammerswil) ein Bauprojekt erarbeitet. An einer Infoveranstaltung hat die Stadt das Projekt vorgestellt.

Den Unterlagen zufolge soll ein durchgehender Gehweg auf der Westseite entstehen. Auch sind Fussverkehrsquerungen mit Schutzinseln geplant: beim Neubauquartier Untere Widmi und für den bestehenden Fussgängerstreifen beim Kindergarten. Zudem will die Stadt die Bushaltestellen (neben «Ziegeleiweg» liegt auch «Friedweg» im Perimeter) behindertengerecht anpassen und jede mit einem Wartehäuschen ausstatten.

Der Baubeginn ist für Herbst 2025 geplant

Die Strassenbreite sowie die ostseitigen Alleebäume sollen dagegen beibehalten werden. Damit die Bäume stehen bleiben können, muss die Strasse aber etwas nach Westen gerückt werden. Das alte Gebäude in der Mitte der Strasse (welches diese mit seiner strassenanschliessenden Mauer verengt) muss deshalb weichen, wie der Leiter der Abteilung Tiefbau und Verkehr Christian Brenner der AZ bereits letzten Dezember sagte. Darin befindet sich das Skulpturenlager eines Künstlers.

Der Einwohnerrat wird, geplant ist dies noch dieses Jahr, für das Projekt über einen Baukredit befinden müssen. «Dessen genaue Höhe ist noch nicht bekannt, da die Projektierungsarbeiten noch nicht abgeschlossen sind», heisst es vom zuständigen Projektleiter des Kantons, Daniel Mathys, auf Anfrage. Aber: Die Kosten für die Sanierung werden bei rund 4,9 Millionen Franken liegen, so Mathys. Was man ebenfalls schon weiss: Der Anteil der Stadt wird, gemäss neuem Strassengesetz, 35 Prozent betragen.

Voraussichtlich 2024 kommt die Vorlage dann vor den Regierungsrat. Der Baubeginn ist, «abhängig von der Länge des Einspracheverfahrens und der Landerwerbsverhandlungen», so Mathys, für Herbst 2025 geplant. Die Bauzeit werde rund 1,5 Jahre betragen, währenddessen soll der Verkehr halbseitig mit einer Lichtsignalanlage geführt werden. Somit wird die Sanierung Anfang 2027 abgeschlossen sein, sofern alles nach Plan läuft.