Holderbank
Mittlerweile schweizweit bekannt: Der Mountainbike-Park Stone Pit wird zehn Jahre alt

Am 1. April 2012 wurde Stone Pit im alten Holderbanker Steinbruch Schümel eröffnet. Nun begeht der Mountainbike-Park sein zehnjähriges Jubiläum mit einem Fest. Initiant Patrick Schärer aus Küttigen liegen vor allem die Kinderkurse am Herzen, die momentan regelrecht boomen.

Valérie Jost
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Park-Initiator und Hobbybiker Patrick Schärer (45) auf dem Treppenelement des Stone Pit.

Park-Initiator und Hobbybiker Patrick Schärer (45) auf dem Treppenelement des Stone Pit.

Valérie Jost

«Es war auch eine gute Portion Glück dabei», sagt Patrick Schärer rückblickend. Denn nicht einmal ein Jahr nachdem er mit seiner Idee für den Holderbanker Mountainbike-Park Stone Pit bei der Gemeinde angeklopft hatte, konnte dieser bereits eröffnet werden. «Sowohl die Baubewilligung als auch Sponsoren und helfende Hände hatte ich schnell beisammen», erinnert sich der Hobbymountainbiker aus Küttigen. «Das ist nicht selbstverständlich.»

Das war 2012. Dieses Jahr feiert der Park im alten Holderbanker Steinbruch Schümel, den die Gemeinde Holderbank gratis zur Verfügung stellt, sein zehnjähriges Jubiläum. Auf 3500 Quadratmetern können sich Mountainbike-Fans kostenlos und auf eigene Verantwortung an verschiedenen Hindernissen austoben, die Schärer mit Helfenden aufgebaut hat – sei es auf der Wippe, über verschiedene Sprünge oder in der Steilwandkurve.

Patrick Schärer auf dem Wellen-Mulden-Band.

Valérie Jost

Pandemie führte zu Boom bei den Bikekursen

Schärer selbst hat in der Lehre zum Bäcker-Konditor mit dem Biken begonnen. Stone Pit leitet der 45-Jährige neben seiner 100-Prozent-Stelle bei der Jowa. Er gibt zusammen mit vier anderen Leitern Bikekurse für Erwachsene und Kinder. Letztere liegen ihm besonders am Herzen: «Vor zwei Jahren haben wir im wöchentlichen Kurs mit drei, vier Kindern begonnen. Mittlerweile stehen rund 40 auf der Liste.» Eine solche Entwicklung habe er sich zwar natürlich gewünscht, «aber dass es so schnell geht, hätte ich nie gedacht».

Mit ein Grund für den Bikeboom bei den Kindern sei wohl die Pandemie, so Schärer. «Als in den Sommern 2020 und 2021 die Massnahmen jeweils gelockert wurden, gingen viele trotzdem nicht ins Ausland in die Ferien. Stattdessen wollten sie hier etwas unternehmen.» Auch bei den Bike-Weekends für Erwachsene sei der Corona-Effekt spürbar gewesen: «Die Leute hatten richtig Lust, endlich wieder aus ihren Wohnungen zu kommen.»

Pneu-Weitwerfen am Jubiläumsanlass

Allgemein habe sich Stone Pit, so Schärer, die letzten Jahre etabliert. In der Region wie auch schweizweit: «In den Kursen hatte ich mittlerweile Leute aus fast allen Kantonen.» Regelmässig trainieren Veloklubs hier und auch andere Vereine planen ihre Ausflüge hierhin – etwa Turnvereine.

Für alle Fans und Interessierten wird das Zehn-Jahre-Jubiläum nun am Samstag, 2. April, von 10 bis voraussichtlich 18 Uhr gefeiert. Jedes Kind erhält ein kleines Geschenk und es wird durchgehend eine Festwirtschaft betrieben. Daneben sind Spiele geplant, bei denen etwa Reifendruck geschätzt und Pneus geworfen werden müssen. Zudem gibt es einen Parcours durch den Bikepark, bei dem sowohl Tempo als auch Geschicklichkeit bewertet werden. Bei allen Spielen gibt es von den Sponsoren gestiftete Preise zu gewinnen: Von Velolicht und Velopumpe über Trikots bis zum Rucksack ist alles dabei.

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