Stapferhaus
Für das Fünfräppler-Bad werden jetzt die Münzrollen ausgepackt

Geld steht im Zentrum der neuen Stapferhaus-Ausstellung in Lenzburg. Ein Augenschein wenige Tage vor der Eröffnung zeigt, hier geht es um eine ganze Menge davon.

Ruth Steiner
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Endlich einmal Bares in der Hand, freut sich Stapferhaus-Finanzchef Rolf Kromer.
8 Bilder
Die grossen Installationen sind bereits montiert.
Bauleiter Lukas Steiner ist zufrieden: Der Zeitplan stimmt.
Ein Meer an Fünfräpplern.
Die Richtung stimmt, an den Details wird noch gefeilt.
Fünfräppler-Bad in Stapferhaus-Ausstellung
Fünfräppler in Hülle und Fülle.
Eine aufgerissene Rolle Fünfräppler.

Endlich einmal Bares in der Hand, freut sich Stapferhaus-Finanzchef Rolf Kromer.

Emanuel Per Freudiger

Noch vier Tage sind es bis zur Vernissage der Ausstellung «Geld – jenseits von Gut und Böse». Auf den ersten Blick deutet im Zeughaus in Lenzburg noch wenig auf die anstehende Eröffnung des neusten Stapferhaus-Projektes hin: Werkzeugkisten, Paletten beladen mit weissen Farbkübeln und Unmengen von aufgeschichtetem Abfallmaterial versperren den Eingang. Leiser Sound dringt durch die Räume. An den Ausstellungsstationen verpassen die Spezialisten den Installationen den letzten Schliff. Es wird gemessen, geschraubt, geklebt, die fertig montierten Einrichtungen werden mit einem weichen Lappen gereinigt, die wüsten Fingerabdrücke entfernt. Die Atmosphäre ist entspannt. Für Bauleiter Lukas Steiner besteht auch gar kein Grund zur Aufregung. Die Arbeiten gehen gut voran, man sei gut im Zeitplan, sagt er völlig relaxt. Doch wollen noch viele kleine Details ins Lot gebracht werden.

Wohl am Spektakulärsten zu und her geht es derzeit in einem der Räume am Schluss der Ausstellung. Es glitzert und gleisst, der Boden ist übersät mit Fünfrappenstücken, gleich zentimeterdick liegen sie da. Am Schluss werden es vier Millionen Münzen mit einem Wert von 200 000 Franken sein. Noch sind nicht alle 80 000 Rollen ausgepackt. Das Stapferhaus-Team legt selber mit Hand an, unterstützt von Freunden und Bekannten. Eine Sisyphus-Arbeit, da sind sich alle einig, Spass macht der nicht alltägliche Job alleweil. Einen speziellen Namen hat die Station nicht. «Geld & ich» heisst es im Prospekt. Angesagt ist die persönliche Reflexion mit dem Thema. Hier darf man nun endlich einmal erleben wie es sich anfühlt, wie Dagobert Duck im Geld zu schwimmen, sich darin zu wälzen und mit den Münzen nur so um sich werfen. Die Ausstellungsmacher haben es bereits ausprobiert, mit unterschiedlichen Erfahrungen. «Je mehr Fünferli auf dem Boden sind, umso weicher liegt man», meint beispielsweise Detlef Vögeli und lacht. Er ist zusammen mit Sibylle Lichtensteiger Gesamtleiter des Projekts.

Übrigens: Eine Handvoll Fünfräppler mitlaufen zu lassen, liegt für die Besucher der Ausstellung nicht drin. Der Ort ist unter Aufsicht gestellt.

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