Lenzburg
Eine vorübergehende «Heimat» für die Forstdienste im Zeughaus

Im Zeughaus, wo bis vor kurzem das Stapferhaus Ausstellungen durchführte, soll nun der Forstwerkhof temporär eine Heimat erhalten.

Ruth Steiner
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Die Malerei an der Zeughausfassade ist ein Überbleibsel der letzten Ausstellung.

Die Malerei an der Zeughausfassade ist ein Überbleibsel der letzten Ausstellung.

Ruth Steiner

In den vergangenen Jahren hat das alte Zeughaus in Lenzburg nationale Bekanntheit erlangt als Ausstellungsort. Seit 2002 hat das Stapferhaus dort acht Ausstellungen durchgeführt. Aus dem Provisorium ist mit den Jahren eine Art Providurium entstanden. Vor wenigen Monaten ist das Stapferhaus nach der Schliessung seiner letzten Ausstellung «Heimat» in den Neubau beim Bahnhof gezogen. Das Zeughaus ist nun frei für eine neue Belegung.

Die geplante künftige Nutzung des Zeughauses ist auch wieder eine Zwischenlösung. In den Räumen soll der im Sommer 2017 abgebrannte Forstwerkhof untergebracht werden. Und zwar solange, bis er am alten Standort wieder aufgebaut ist. Im jetzigen Zeitpunkt ist die Rede von einer Übergangsfrist von rund drei Jahren.

So sah der Forstwerkhof nach dem Brand aus:

Nur zwingend Erforderliches

Damit nun die Forstdienste Lenzia im alten Zeughaus einen ordentlichen Betrieb aufnehmen können, müssen beim Gebäude einige bauliche Anpassungen vorgenommen werden. Die Ortsbürgergemeinde will dafür rund 225 000 Franken investieren. Das Baugesuch liegt derzeit auf der Bauverwaltung auf. Zum Umfang der Baumassnahmen erklärt Stadtschreiber Christoph Hofstetter auf Anfrage: «Damit die Zwischenlösung des Provisoriums auf dem Zeughausareal in Betrieb genommen werden kann, werden die unter anderem betrieblich zwingend erforderlichen Massnahmen vorgenommen.»

Die Baukosten würden hauptsächlich für Brandschutzmassnahmen (Dämmungen), Elektroanlagen (u. a. Starkstrominstallation, Beleuchtung), Sanitärarbeiten sowie für ein höheres Tor (Zufahrt der Forstfahrzeuge) benötigt.

Zur Frage, wie lange die Forstdienste Lenzia letztendlich im Provisorium im alten Zeughaus verbleiben, sagt Hofstetter, der Zeitraum hänge davon ab, wie rasch man mit den Planungsarbeiten für den Neubau des Forstwerkhofs an der Werkhofstrasse vorwärtskomme.

Im Zuge des Wiederaufbaus des Forstwerkhofs will die Stadt Lenzburg auch die übrigen Gebäude auf dem Werkhofareal sanieren. Mit Zusatzbauten sollen für das Bauamt und die SWL Energie AG dringend notwendige Raumkapazitäten geschaffen werden. Für das gesamte Bauvorhaben wollen die Ortsbürger rund 10 Millionen Franken einsetzen.