Boniswil
Zwischen der Seetalstrasse und den Bahngleisen entsteht ein Wildbienenparadies

Bereits im März dieses Jahres soll aus der kargen Fläche mit Kiesbelag in Boniswil ein Bereich für verschiedene Wildbienenarten entstehen, so ist es der Plan des Kantons. Damit das Projekt umgesetzt werden kann, liegt derzeit ein Baugesuch auf.

Anja Suter
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Heute noch eine Brache, zukünftig ein Paradies. So ist es in Boniswil geplant.

Heute noch eine Brache, zukünftig ein Paradies. So ist es in Boniswil geplant.

Anja Suter

Derzeit ist auf dem kleinen Stück Land beim Boniswiler Dorfeingang noch nicht viel zu sehen. Fünf kleine Laubbäume wurden auf dem Abschnitt zwischen der Kantonsstrasse und den Bahngleisen, auf welchen täglich der «Seetaler» verkehrt, gepflanzt. Ausserdem sind auf dem mit Kies planierten Boden auch einige Sträucher gewachsen. In Zukunft soll hier aber ein Paradies für Wildbienen entstehen. Dafür liegt bis am 14. Februar ein Baugesuch bei der Gemeinde auf. Das Stück Land ist im Besitz des Kantons, welcher auch die Bauherrschaft über das Projekt hat.

Bäume und Wildbienenhäuser sollen zu Eigenheimen werden

Geplant ist, dass eine Fläche entsteht, die den erdnistenden Wildbienen Platz für die Nahrungsaufnahme, die Fortpflanzung und zum Leben dient. Dafür sind eine ganze Reihe von Elementen geplant, wie es im Baugesuch heisst. Gepflanzt werden soll unter anderem eine Blumenwiese, 18 Kleinsträucher und einige Stauden. Auch einiges an Totholz soll den Bienen das Leben erleichtern. Geplant sind Asthäufen, zwei liegende Baumstämme, Baumstrünke und Bündel mit hohlen Stängeln. Nebst Sandflächen und einer Stampflehmmauer sollen die Bienen auch einen Brunnentrog erhalten.

Nicht vergessen wurden auch einigen Eigenheime für die zukünftigen Bewohnerinnen, so werden drei Wildbienenhäuser angeschafft. Diese bestehen aus grossen Holzbalken mit eingelassenen kleineren Holzboxen, welche mit verschiedensten Naturmaterialien für Wildbienen gefüllt sind. Für die menschlichen Besucherinnen und Besucher wird ausserdem eine Informationstafel aufgestellt. Auf dieser befinden sich nebst Wissenswertem über die Wildbienen auch einige Verhaltensregeln. Zudem ist ein kleiner Rundweg geplant, für diesen wird aber kein neuer Belag benötigt, heisst es, da der bestehende Kiesbelag verwendet werden könne.

Wildbienenparadies ist kein Problem für Verkehrsteilnehmende

Zur Instandhaltung des Paradieses werden jährlich Neophyten und andere unerwünschte Pflanzen entfernt. Die vorhandenen Sträucher sollen zudem regelmässig gestutzt werden, damit sie nicht ausufern. Für die Verkehrsteilnehmenden soll das Wildbienenparadies kein Problem darstellen. Es sind keine Bäume oder Bauten innerhalb der Sichtzone.

Gemäss Baugesuch soll das Projekt, sofern es keine Verzögerungen gibt, bereits im März dieses Jahres fertig sein. Durch das Wildbienenparadies sollen nicht nur die Tiere und die Natur gefördert werden, es soll auch verhindern, dass das Stück Land als Parkplatz oder illegale Abfalldeponie genutzt wird. Die Bevölkerung und Passanten sind derweil willkommen, das fertige Projekt zu besichtigen und den geplanten Rundweg zu begehen.

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