Meisterschwanden
Alkoholisierter Schweizer, der Schuss mitten in Nacht abgibt, ist Ausländerhasser

Ein Familienvater greift in Meisterschwanden im Streit mit seinem ausländischen Nachbarn zur Waffe und drückt ab. Er ist im Dorf kein Unbekannter: Er ist Anlagenwart des Schützenvereins und trinkt gerne mal einen über den Durst.

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Der 39-jährige Schweizer, der in der Nacht von Freitag auf Samstag im Streit mit seinem ausländischen Nachbarn zur Waffe greift, ist ein bekennender Ausländerhasser.

Auf seinem Facebook-Profil schreibt er auf Schweizerdeutsch: «Mir sin Albaner kids? wen ich dene wixer kei chugle i grind blase,machts glaub niemer!Freude herrscht.» Es gibt weitere rassistische Sprüche: «An alle Moslems! ich bin EIDGENOSSE und das bleibe ich auch! Langsam aber sicher habe ich die Schnautze voll von euch Bodenküssern! Ihr seid ein Volk von Teppichheilegen, hinterbliebenen Primaten!Ihr wollt den Westen einnehehmen?Dann Kommt!!!!!!»

Niemand vom Verein will Stellung vor der Kamera nehmen

Brisant: Der 39-Jährige ist Anlagenwart und Schützenmeister bei den Militärschützen Meisterschwanden. Im Dorf kennt man den Schweizer auch wegen seinem übermässigen Alkoholkonsum. Trotzdem ist er bei den Schützen im Dorf aktiv dabei. Bei den Militärschützen will niemand gegenüber dem regionalen TV-Sender Tele M1 Stellung nehmen vor der Kamera. Der Präsident sagt nur am Telefon, er sei nicht negativ aufgefallen.

Der Psychologe Martin Streit sagt gegenüber dem Regionalfernsehen, dass die Vereinsverantwortlichen einfach wegschauen: «Dieser Mann ist eine Zeitbombe, und diese ist jetzt in kleinem Rahmen geplatzt.»

Bei der Schussabgabe in der Nacht auf Freitag wurde zum Glück niemand verletzt. Der 39-Jährige sitzt aber in Haft. (fam)

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