Aargau

Zwei Holzgeissen für Ruanda: Aus Verkauf fliessen 7000 Franken in Hilfswerk ++ Spendenstand bei 426'000 Franken

Diese zwei Holzgeissen brachten 7000 Franken ein.

Diese zwei Holzgeissen brachten 7000 Franken ein.

Ein Künstlerehepaar spendet zwei Holzgeissen für die Ruanda-Spendenaktion. Aus dem Verkauf der Skulpturen fliessen 7000 Franken in das Hilfswerk Margrit Fuchs.

Bereits zum 26. Mal sammeln die AZ Medien dieses Jahr in einer grossen Spendenaktion Geld für das Hilfswerk Margrit Fuchs in Ruanda. Tausende Menschen in Not erhalten dadurch Unterstützung. Sei dies in Form einer Schulgeldspende, einem Geldbetrag für die Betreuung von Strassenkindern oder aber als Tierspende, indem den Menschen vor Ort eine Kuh oder Milchgeiss gespendet werden kann.

Auch Peter und Maria Leisinger, ein Ehepaar aus dem Kanton Graubünden, hat zwei Geissen gespendet. Zwei Geissen der etwas anderen Art, handelt es sich dabei um zwei Holzskulpturen. Peter Leisinger ist ein Künstler, der seit 2003 als Bildhauer und Maler arbeitet.

Das Margrit-Fuchs-Hilfswerk in Ruanda

Früher war er Arzt: «Seit ich die Praxis nicht mehr habe, gestalte und verkaufe ich ziemlich viele Skulpturen.» Seine Frau sei diejenige, die Ideen ausarbeitet und er stehe dann in der Werkstatt. Als junger Arzt reiste Peter Leisinger mit seiner Frau nach Indien und Bhutan.

Er arbeitete für das Rote Kreuz und Helvetas und führte eine medizinische Station. Während dieser Zeit lernte er viel über die Lebensbedingungen von Menschen in Drittweltländern und das Leben der Bauern. Als er letztes Jahr einen Bericht über den Besuch im ruandischen Hilfswerk von Carolin Wanner, Ärztin und Mitglied im Stiftungsrat des Hilfswerks, hörte und die Fotos schwarz-weiss-gefleckter Geissen sah, liess er sich inspirieren: «Ich entschied, zwei Skulpturen solcher Geissen zu fertigen und diese dann der Stiftung zu spenden.

Ruanda: Wahrhaftige Freudentänze

Ruanda: Wahrhaftige Freudentänze

In der ersten Szene: Empfang von tanzenden Müttern beim Besuch der Kantine in Kumukenke, wo die bedürftigsten Kinder nicht nur dreimal pro Woche eine warme Mahlzeit erhalten, sondern auch ihre Mütter angewiesen werden, wie sie etwa Gemüse und Früchte anpflanzen und so für eine bessere Ernährung ihrer Kinder sorgen können. Das zweite Video zeigt die Einweihung der neuen Schule in Kabuga im Bezirk Kamonyi. Über 500 begeisterte Schüler und Schülerinnen tanzen und singen zusammen mit ihren Lehrern zur Begrüssung der Besucher aus der Schweiz.

Aus dem Verkauf der Skulpturen kamen nun 7000 Franken zusammen, was Peter Leisinger sehr freut. Die Skulpturen der Geissen gefielen ihm so sehr, dass er danach gleich zwei weitere fertigte, für sich und seine Frau.

Seit der Gründung des Hilfswerkes durch Margrit Fuchs konnten bei den Zeitungs-Weihnachtsaktionen über 13 Mio. Franken für die Bekämpfung der Armut und Not aufgebracht und Tausenden von Kindern und Familien geholfen werden. In diesem Jahr sind bisher 356 100 Franken zusammengekommen. Jede Spende fliesst ungeschmälert nach Ruanda.

Stand: 11.12.2019

603'695 Franken

SO KÖNNEN SIE SPENDEN
Die traditionelle Weihnachts-Sammelaktion der CH Media für das Hilfswerk Margrit Fuchs Ruanda beginnt heute Mittwoch, 27. November, und dauert bis Mittwoch, 11. Dezember.

Ihre Spende können Sie folgenden Zwecken widmen:

  • Kinderhilfe: Betreuung eines Waisenkindes oder Kindes aus ärmsten Familien 150 Franken für ein Jahr, 75 Franken für ein halbes Jahr.
  • Schulgeld: Schulbesuch eines Kindes 200 Franken für ein Jahr, 100 Franken für ein halbes Jahr (gegenüber den Vorjahren musste der Betrag etwas erhöht werden).
  • Vieh: Milchgeiss 80 Franken, Schwein 50 Franken, Kuh 600 Franken (auch ein Anteilbetrag ist möglich).
  • Weitere Zweckbestimungen: Beliebiger Betrag für vielseite Nothilfe, Kinderheim, berufliche Ausbildung Jugendlicher, Mütterstation, mittellose Spitalpatienten, Kleinkredite, Solarpanels, Krankenkassen-Beiträge für mittellose Familien u.a.m.

Spendemeldungen bitte an:

  • Telefon: 058 200 50 25 (werktags 08.00-12.00 und 13.30-17.00 Uhr)
  • E-Mail: ruanda@chmedia.ch
  • Spendemeldungen bitte an:Nach Bestellungseingang schickt das OK den Spenderinnen und Spendern einen Einzahlungsschein mit in Ruanda gefertigten Weihnachtskärtchen zu.
  • Die Spenden sind in allen Kantonen bei den Steuern abzugsberechtigt. Das OK dieser Sammelaktion und der Stiftungsrat verschicken aus finanziellen und administrativen Gründen keine Spendenbestätigung; bitte dem Steuerformular den Beleg der Post- oder Banküberweisung beilegen.

  • Direktüberweisungen sind wie folgt möglich:
  • Stiftung Hilfswerk Margrit Fuchs Ruanda, 5210 Windisch
  • Bankverbindung Konto/IBAN:
  • CH42 8069 0000 0022 2228 0
  • Raiffeisenbank Wasserschloss, 5412 Gebenstorf
  • Bankenclearing-Nr. 80690
  • Post-Konto der Bank: 50-4158-4
  • Auch bei Direktüberweisung bitte die Spende der Spendenzentrale melden, damit die Bestellungen detailliert nach Ruanda übermittelt werden können.

Jede Spende fliesst ungeschmälert nach Ruanda


Da in der Schweiz keine Kosten für Administration und Organisation anfallen und der Stiftungsrat sowie das Helferteam ehrenamtlich arbeiten, kommt jeder Franken vollumfänglich den Notleidenden in den Distrikten Muhanga/Gitarama, Kamonyi und Nyamagabe zugute. Der Bund hat die Aufsicht über das Hilfswerk und die Stiftung inne.
  • Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Hilfswerk-Infos: www.ruanda.ch

Die Mitglieder des Stiftungsrates


Dr. Regula Gloor, Hettiswil BE, Präsidentin; Edgar Zimmermann, Windisch, Vizepräsident; Peter Vismara, Windisch, Kassier; Katia Röthlin, Dättwil, Barbara Willi, Burgdorf, Caroline Wanner, Würenlos. Controller: Markus Stoffel, Dällikon.
Geleitworte

Geleitworte zur Jubiläums-Sammelaktion 2013

Bundesrätin Doris Leuthard

Nicht die Summe des Vermögens oder die Zahl der Titel messen den Wert eines Menschen – es sind seine Taten. Margit Fuchs war ein solch wertvoller Mensch; mutig, hilfsbereit, engagiert. Und all jene tun Wertvolles, die für ihr Hilfswerk direkt in Ruanda oder mit ihrem Beitrag aus der Schweiz zu Gunsten der Mittellosen mit anpacken. Getreu nach einem der Leitsätze von Margrit Fuchs – „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ (Matthäus 7, 20) – können auch wir Gutes tun, damit für die Menschen in Ruanda Gutes getan werden kann.

Micheline Calmy-Rey, alt Bundesrätin

Ich habe Margrit Fuchs zuerst im Bundeshaus in Bern kennengelernt, dann habe ich sie erneut getroffen, als ich 2007 auf einem offiziellem Besuch in Ruanda war. Ich bewunderte diese Frau, die sich für elternlose Kinder engagierte. Sie ermöglichte den Bau von Schulen und Geburtshäusern, sie hat Waisenhäuser erichtet. Ihr ganzes Leben hat sie Ruanda und seinen Kindern gewidmet. Waisenmutter war sie, was für ein Ehrenname! Heute wird ihr Werk weitergeführt und braucht ihre Spende!

Peter Wanner, Verleger

Margrit Fuchs hat Grossartiges geleistet und ich freue mich, dass Ihr Projekt auf professioneller Basis erfolgreich weitergeführt wird. Bei Spendenaktionen zugunsten von Projekten der Entwicklungshilfe frage ich mich immer: Kommt das Geld hoffentlich in die rechten Hände? Bei der Ruanda-Sammelaktion muss ich mich nicht fragen, denn da habe ich das Vertrauen, dass die wirklich Bedürftigen davon profitieren. Die Aargauer Zeitung und früher das Badener Tagblatt haben von Anfang an dieses Projekt tatkräftig unterstützt – dank der Solidarität ihrer Leserinnen und Leser. Seit Jahren beteiligen sich inzwischen auch die Limmattaler Zeitung, Solothurner Zeitung, das Grenchner Tagblatt, die bz Basel und bz Basellandschaftliche Zeitung mit ihrer Leserschaft an der Weihnachtssammlung und ermöglichen damit zusätzliche Hilfeleistungen in einem der ärmsten Länder.

Alphonse Muinyenntwari, Gouverneur Südprovinz Ruanda

Anlässlich des Besuchs der Stiftungsratspräsidentin Regula Gloor im Oktober in Ruanda fand ein Treffen mit dem Gouverneur der Südprovinz, Alphonse Munyenntwari, statt. Die Südprovinz umfasst eine Bevölkerung von rund 2 Millionen und besteht aus acht Distrikten, darunter Gitarama. Der Gouverneur äusserste dabei seine hohe Anerkennung für die vielfältigen Aktivitäten des Hilfswerkes. Da die Armutsbekämpfung ein wichtiges Ziel der Regierung ist, trage das Hilfswerk wesentlich dazu bei, diese Ziele in seiner Provinz schneller und besser umzusetzen, so durch den Bau neuer Schulhäuser, die Unterstützung der Schüler und Studierenden mit Schulgeldern sowie die Verteilung von Vieh an die arme Bevölkerung. „Für diese Hilfe bin ich der Stiftung und somit den Spendern in der Schweiz äusserst dankbar. Ich hoffe sehr, dass diese Aktivitäten auch in Zukunft fortgesetzt werden, denn sie sind für die arme Bevölkerung von sehr grosser Wichtigkeit.“

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