Asyl
Zivilschutz-Patrouillen: Regierung hält sich mit Entscheidung zurück

Der Termin für die Bekanntmachung, ob der Zivilschutz in Zukunft Asylbewerber bewachen muss, zieht sich hin. Erst heute wurde ein Informationsrapport für den 26.September bestätigt. Ein bisschen spät für ein Projekt, das im November starten soll.

Kim Ghilardi
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Der Zivilschutz im Einsatz

Der Zivilschutz im Einsatz

Andreas Kaufmann

Der Informationsrapport zur Aufklärung, ob der Zivilschutzes geeignet ist, um kriminelle Asylbewerber zu bewachen, wird nun definitiv einberufen. Medienberichten zufolge wollte die Regierung bereits letzte Woche über die Bücher gehen. Daraus ist aber offenbar nichts geworden, aus welchem Grund weiss Martin Zulauf, der Kommandant des Zivilschutzes in Baden, auch nicht.

Rapport erst Ende September

Stattdessen wurden die Zivilschutz-Chefs zu einem Informationsrapport am 26. September ins Aarauer Zeughaus eingeladen. Es soll geklärt werden, ob sich der Zivilschutz zur Bewachung von Asylbewerbern eignet. Die definitive Durchführung des Rapports wurde am heutigen Dienstagabend erst festgelegt, bestätigt Zulauf.

Zivilschutz auf Patrouille

Im Rahmen der Task Force «Crime Stop» sollen im Aargau Patrouillen aus Zivilschützern Quartiere bewachen, in denen Einbrüche und Diebstähle durch kriminelle Asylbewerber besonders häufig sind.

Diese Zivilschützer wären nicht bewaffnet und würden im Falle eines Verbrechens die Polizei benachrichtigen.

Der Vorschlag wird nun auf seine Machbarkeit überprüft. Kommt er durch, würden bereits im November Patrouillen aufgestellt. (kgh)

Zivilschutz-Patrouillen sind keine Lösung

Warum die Entscheidung um die Zivilschutz-Patrouillen erst so spät bekanntgegeben wird, wenn doch die Patroullien bereits im November starten sollten, bleibt ein Rätsel. Der Polizeikommandant aus Baden kann deshalb nur mutmassen, dass der Vorschlag abgelehnt wird.

Zulauf, der aus seiner Skepsis für die Idee nie einen Hehl gemacht hat, ist nicht überrascht: «Die Eindämmung der Kriminalität ist Sache der Polizei und nicht vom Zivilschutz». Gemäss ihm müsse man eben Geld in die Hand nehmen, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.