Krankenkassen-Prämien
Wieso sich der Vergleich bei den Krankenkassen-Prämien lohnt

Im Aargau zahlt ein Erwachsener ab nächstem Jahr im Schnitt monatlich 364.20 Franken für die Krankenkasse. Doch die Unterschiede unter den Kassen sind gross. Mit welcher Krankenkasse fährt man am besten? Ein paar Rechenbeispiele.

Fränzi Zulauf
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Die Krankenkassenprämie wird das Haushaltsbudget nächstes Jahr stärker belasten.

Die Krankenkassenprämie wird das Haushaltsbudget nächstes Jahr stärker belasten.

Keystone

Die Krankenkassenprämien für Erwachsene steigen im Aargau im Jahr 2013 durchschnittlich um 1,1 Prozent. Damit liegt der Anstieg deutlich unter dem schweizerischen Mittel von 1,5 Prozent.

Gemäss dem kantonalen Departement Gesundheit und Soziales liegt im kommenden Jahr die durchschnittliche Aargauer Monatsprämie für Erwachsene bei 364.20 Franken (schweizerisches Mittel: 387.70 Franken). Doch was heisst das konkret? Und – mit welcher Krankenkasse fährt man im Aargau am besten? Da lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen und einige Rechenbeispiele anzustellen.

Ausgangssituation I: Eine vierköpfige Familie aus Aarau mit zwei Erwachsenen (42 und 40 Jahre) und zwei Kindern. Sie entschliesst sich für das Hausarztmodell, die Erwachsenen ohne Unfallversicherung, aber mit einer Franchise von 1000 Franken, die Kinder mit Unfallversicherung, aber ohne Franchise.

Diese Familie müsste sich eindeutig für die Krankenkasse Assura entscheiden: Mit einer Monatsprämie von 514.20 für die ganze Familie bietet die Assura kantonsweit die tiefste Prämie an. Gefolgt von der CSS mit 543.40 Franken und Philos und Avenir (beide Groupe Mutuel) mit 558.20 Franken und – sowie von Sanagate mit 559.60 Franken.

Am meisten bezahlen müsste diese Aarauer Familie bei Wincare – nämlich stolze 901.60 pro Monat! Am zweithöchsten wäre die Prämie bei Vita Surselva – 806.40 Franken – und an dritter Stelle steht Intras mit 772.80 Franken pro Monat.

Ausgangssituation II: Eine Frau (65) aus Boswil, mit Hausarztmodell, mit Unfallversicherung und – weil sie regelmässig Medikamente benötigt – mit der tiefst möglichen Franchise von 300 Franken.

Hier zeigt sich praktisch das gleiche Bild: Die Assura bietet mit 255.30 die günstigste Prämie an, gefolgt von Philos und Avenir (beide 267.80), CSS (269.30) und Agilia (kein Hausarztmodell, 273.–). Am teuersten ist es auch für diese Boswilerin bei Wincare (412.50). Die zweit- und drittteuersten sind Kolping (371.20) und Intras (369.–).

Da es nicht nur zahlreiche Krankenkassen, sondern auch zahlreiche verschiedene Modelle, Kombinationen und Bedürfnisse gibt, sei an dieser Stelle der Prämienrechner von Comparis wärmstens empfohlen.

Dort kann man leicht die Auswirkung von veränderten Franchisen, Kassen und Modellen berechnen lassen und – so man will – doch eine ganze Menge Geld sparen. Wichtig: Wer etwas an seiner Versicherungssituation ändern will, muss dies seiner Krankenkasse bis zum 30.November mitgeteilt haben. www.comparis.ch

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