Ständeratswahl

Weder Gallati noch Feri: 3178 Wählende legten leer ein

Yvonne Feri und Jean-Pierre Gallati vor der Wahl.

Yvonne Feri und Jean-Pierre Gallati vor der Wahl.

Viele konnten sich weder für Yvonne Feri noch für Jean-Pierre Gallati entscheiden.

156'843 Aargauerinnen und Aargauer haben sich an der Regierungsratsersatzwahl beteiligt. Unter den eingegangenen Wahlzetteln waren auch 334 ungültige. Ungültig war ein Wahlzettel zum Beispiel dann, wenn ein anderer Name aufgeschrieben wurde als jener von Feri oder Gallati. Der Anteil ungültiger Wahlzettel blieb im ersten und im zweiten Wahlgang gleich (0,2 Prozent).

Anders sieht es bei den leeren Wahlzetteln aus. Von den 156843 im zweiten Wahlgang waren 3178 leer, was zwei Prozent entspricht. Zwei von hundert wollten weder Feri noch Gallati im Regierungsrat. Hätten einige von ihnen trotzdem gewählt, wäre das knappe Resultat noch knapper, deutlicher oder gar zu Gunsten von Feri ausgefallen. Am Schluss trennten die beiden nur 1593 Stimmen.

Empfang für Jean-Pierre Gallati

Empfang für Jean-Pierre: Das Video zur Wahlfeier im Casino Wohlen

Halb so viele leere Stimmen im 1. Wahlgang

Im ersten Wahlgang legten nur halb so viele Leute leer ein. Von den 183'984 eingegangenen Wahlzetteln waren 1602 leer, was 0,9 Prozent entspricht. Damals hatte das Stimmvolk eine grössere Auswahl. Offenbar fiel der Entscheid da vielen Wählerinnen und Wählern leichter.

Jetzt ist Gallati gewählt, unklar ist, wann er sein Amt antritt. Die Departementsverteilung erfolgt am 4. Dezember. Dann ist klar, ob der neue Regierungsrat das Departement Gesundheit und Soziales übernimmt.

Nächte Woche wird Gallati zudem einen Abstecher in den Nationalratssaal machen. Er will die erste Session absolvieren und dann auf den nächstmöglichen Termin als Nationalrat zurücktreten. Weil er bereits am 20. Oktober gewählt wurde, steht seiner Vereidigung am kommenden Montag nichts im Weg.

Noch nicht rechtskräftig gewählt sind hingegen Thierry Burkart (FDP), Hansjörg Knecht (SVP), Maja Riniker (FDP) und Stefanie Heimgartner (SVP). Riniker und Heimgartner rutschen für die neu gewählten Ständeräte Burkart und Knecht in den Nationalrat nach. Die Staatskanzlei veröffentlicht das Wahlergebnis heute im Amtsblatt. Mit der Publikation beginnt die Beschwerdefrist. Sie läuft bis am Freitag. «Die Staatskanzlei wird die Bundeskanzlei und die Parlamentsdienste am Montagmorgen über die rechtskräftige Wahl informieren können», sagt Anina Sax, Wahlleiterin beim Kanton. Die Vereidigung der Neugewählten und der Nachrückenden könne damit noch am selben Tag erfolgen.

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