Rheinfelden

SVP-Nationalrat will Rheinschifffahrt ausbauen, um Staus zu verhindern

Nationalrat will Ausbau der Rheinschifffahrt prüfen lassen

Rheintransportschiffe im ganzen Aargau

Hansjörg Knecht hat genug von verstopften Strassen zwischen Rheinfelden und Koblenz: Er möchte, dass Schiffe auch oberhalb von Rheinfelden bis zur Aaremündung in Koblenz fahren können. Sein Vorstoss liegt nun beim Bundesrat.

Auf dem Rhein fahren Schiffe von der holländischen Stadt Rotterdam bis nach Rheinfelden. In den Augen von SVP-Nationalrat Hansjörg Knecht aus Leibstadt sollen die Schiffe noch weiter fahren können. Konkret bis nach Koblenz, wo die Aare wenig unterhalb des Klingnauer Stausees in den Rhein mündet.

«Die Weiterführung der Rheinschifffahrt ist eine Alternative», sagte Knecht gegenüber Tele M1. Immer mehr Güter würden auf den Strassen transportiert. Die Folge: Verstopfte Strassen auf der deutschen und der Schweizer Rheinseite bis Basel.

«Günstige Alternative»

Für Knecht ist klar: «Die Weiterführung der Rheinschifffahrt ist in meiner Sicht in eine kostengünstige Alternative.» Dafür spricht sich etwa auch Hansueli Bühler, Ammann von Stein aus. «Das wäre reizvoll», sagt er.

Dafür müssten aber Hindernisse beseitigt werden: Mehrere Kraftwerke bräuchten eine Schleuse, Brücken müssten umgebaut werden. Es wäre also mit Kosten in Millionenhöhe zu rechnen.

Fischer sind dagegen

Klar ist auch: Fischer und Umweltschützer würden die Pläne bekämpfen. Rolf Bürgi, Präsident Fischerverein Bezirk Rheinfelden, gibt dem Vorhaben keine Chance. «Wir haben in den letzten Jahren so viele Aufwertungsmassnahmen vorgenommen», sagt er. Diese würden bei einer Umsetzung der Pläne sinnlos werden. (pz)

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