Kehrtwende des Bundesrats
«Beschämend, dass es so lange gedauert hat» – «Das schafft Konfliktpotenzial»: So beurteilen Aargauer Nationalrätinnen den Sanktionsentscheid

Von links bis FDP begrüssen auch Aargauer Nationalrätinnen den Entscheid des Bundesrates, sich den Russland-Sanktionen anzuschliessen. Nur Martina Bircher (SVP) sieht das komplett anders.

Mathias Küng
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Der Bundesrat hat die EU-Sanktionen gegen Russland übernommen, und der Nationalrat hat eine Erklärung der Staatspolitischen Kommission gutgeheissen, die dies forderte. Wie stehen Aargauer Nationalrätinnen und Nationalräte dazu?

Marianne Binder: Bei der Aufnahme von Flüchtlingen sehr grosszügig sein

Nationalrätin Marianne Binder-Keller ist Mitglied der Staatspolitischen Kommission (SPK). Diese hat mit ihrer Erklärung den Druck auf den Bundesrat zum vollen Mittragen der EU-Sanktionen gegen Russland wohl entscheidend beigetragen. Binder ist denn auch froh über den gestrigen Bundesratsentscheid. Dies und das Einfrieren russischer Gelder reicht ihr aber nicht:

«Die Schweiz muss bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine sehr grosszügig sein, so wie damals, als Sowjettruppen in Ungarn und in der Tschechoslowakei einmarschierten.»

Sie hofft sehr, dass Russland in der Ukraine zurückgedrängt werden kann: «Die Menschen möchten doch sicher so rasch wie möglich zurück in die Heimat, um sie wieder aufzubauen.»

Sie hofft sehr, dass Russland in der Ukraine zurückgedrängt werden kann: Marianne Binder.

Sie hofft sehr, dass Russland in der Ukraine zurückgedrängt werden kann: Marianne Binder.

Severin Bigler

Für sie ist es aber auch erschütternd, «wie sich der Westen und mit ihm die Schweiz zu sehr auf der Friedensdividende ausgeruht hat». Man wurde belächelt, wenn man warnte, einen klassischen Angriffskrieg könne es irgendwann wieder geben, und man müsse Verteidigungsarmeen haben, die ihren Namen verdienen. Eine Verbundsaufgabe in Europa. Jetzt sehen wir, dass eine Diktatur in Russland wie einst die Sowjetunion mit brachialsten Mitteln einen Satellitengürtel schaffen will. Beeindruckend für mich ist aber auch, wie Europa zusammenwächst und die Einsicht allgemein wird, dass Frieden und Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist.

Maja Riniker: Verteidigungsetat sofort auf 7 Milliarden aufstocken

Sehr mit den gestrigen Bundesratsbeschlüssen einverstanden ist auch FDP-Nationalrätin Maja Riniker, Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission, aber: «Ich war erstaunt, dass es so lange gedauert hat, bis der Bundesrat so entschieden hat.»

«Wir müssen in Europa Geschlossenheit zeigen. Das gilt auch für uns als neutrales Land.»

Sie fand die Ukraine-Debatte im Nationalrat sehr wichtig: «Auch unser Parlament muss sich zu diesem eklatanten Bruch des Völkerrechts durch Russland äussern können, und es war eine sehr gute Debatte.»

Sie schaut schon weiter voraus: Maja Riniker.

Sie schaut schon weiter voraus: Maja Riniker.

Alex Spichale

Sie schaut aber schon weiter voraus. Sie hat gestern zusammen mit dem Aargauer Ständerat und FDP-Präsident Thierry Burkart eine Motion eingereicht. Die beiden wollen jetzt den Verteidigungsetat in der Schweiz sofort auf 7 Milliarden Franken beziehungsweise auf mindestens ein Prozent des Bruttosozialprodukts erhöhen. Riniker: «Die Nato-Länder wenden dafür im Schnitt sogar 2 Prozent auf.» Zudem sei die Leistungsbereitschaft der Armee und die Zahl der Armeeangehörigen auf 120'000 zu erhöhen. Mittelfristig sei eine weitere Erhöhung vorzusehen. Und die beiden verlangen: «Das evaluierte neue Kampfflugzeug F-35 ist so schnell wie möglich zu beschaffen. Nebst dem Cyberraum müssen wir auch den Luftraum schützen.»

Martina Bircher: Nicht Konfliktpotenzial zur Neutralität schaffen

Anders sieht dies Nationalrätin Martina Bircher, ebenfalls Mitglied der Staatspolitischen Kommission. Sie stimmte gegen die Annahme der Erklärung ihrer Kommission: «Natürlich habe auch ich eine Riesenwut im Bauch und verabscheue den Krieg in der Ukraine.» Bircher hatte kein Problem damit, als der Bundesrat ursprünglich beschloss, alles zu tun, um zu verhindern, dass EU-Sanktionen via Schweiz umgangen werden könnten: «Dass er jetzt doch automatisch die EU-Sanktionen übernimmt, ist falsch.» Warum das? Man müsse längerfristig überlegen, sagt Bircher: «Wie können wir am meisten zur Konfliktlösung beitragen? Mit unseren traditionellen guten Diensten, statt mit diesen Sanktionen Konfliktpotenzial zur Neutralität zu schaffen.»

Sie glaubt, dass die Schweiz nicht ein Top-Zielland ukrainischer Flüchtlinge wird: Martina Bircher.

Sie glaubt, dass die Schweiz nicht ein Top-Zielland ukrainischer Flüchtlinge wird: Martina Bircher.

Keystone

Klar ist für Bircher auch die Lehre für die Armee:

«Wir sagen schon lange, dass unsere Armee zu Tode gespart wird. Es ist höchste Zeit, die Mittel unbedingt auf mindestens ein Prozent des Bruttosozialprodukts zu erhöhen.»

Und natürlich brauche die Schweiz das neue Kampfflugzeug, betont Bircher.

Mit Blick auf einen erwarteten Flüchtlingsstrom kritisiert sie, dass vorläufig Aufgenommene und Abgewiesene, die in ihr Land zurückkehren müssten, «neuen Flüchtlingen den Platz wegnehmen». Sie glaubt aber, dass die Schweiz nicht ein Top-Zielland ukrainischer Flüchtlinge wird, «weil die ukrainische Diaspora in der Schweiz eher klein ist».

Gabriela Suter: Ohne Sanktionen würden wir Komplizen des Putin-Regimes

Dass der Bundesrat jetzt doch noch zu den EU-Sanktionen nachgezogen hat, begrüsst SP-Nationalrätin Gabriela Suter natürlich

«Lieber spät als nie. Es ist aber beschämend, dass der Bundesrat so lange für diesen Entscheid gebraucht hat.»

Sie ärgert sich, dass in den Tagen des bundesrätlichen Zögerns russische Gelder noch verschoben werden konnten. Den Widerstand der SVP gegen die Übernahme der Sanktionen findet sie traurig: «Ohne Sanktionen würden wir zu Komplizen des Putin-Regimes.»

«Ohne Sanktionen würden wir zu Komplizen des Putin-Regimes», meint Gabriela Suter.

«Ohne Sanktionen würden wir zu Komplizen des Putin-Regimes», meint Gabriela Suter.

Sie richtet den Fokus jetzt auf die Flüchtenden. Sie verlangt vom Bundesrat, dass die Schweiz, wie es die EU plant, kein Asylverfahren durchführt, «sondern geflohene Ukrainerinnen und Ukrainer vorübergehend unkompliziert aufnimmt». Falls er das nicht will, werde man wie schon in der Sanktionsfrage erneut Druck aufbauen: «Jene 120'000 Unterschriften aus der Zivilgesellschaft und die massive Kritik in der internationalen Presse haben entscheidend zum Sinneswandel im Bundesrat bei den Sanktionen beigetragen.»

Was sagt sie zu bürgerlichen Forderungen, man müsse das Armeebudget aufstocken, den Kampfjet F-35 rasch kaufen, und die Gegeninitiative zurückziehen? Die Initiative gegen den F-35 richte sich nicht gegen einen Kauf überhaupt, sondern gegen den gewählten Flugzeugtyp, wendet Suter ein. Tatsächlich hätte sie es bis vor wenigen Tagen nicht für möglich gehalten, dass in Europa im 21. Jahrhundert wieder ein Angriffskrieg entfesselt werden könnte, sagt sie. Welche sicherheitspolitischen Schlüsse daraus zu ziehen seien, müsse man jetzt analysieren.

SP sammelt Spenden für die Ukraine

Seit Montag läuft eine Spendenaktion der SP. Innert knapp 4 Stunden sind Laut Gabriela Suter bereits 190'000 Franken eingegangen. Die Solidarität sei riesig, sagt sie. Der gesammelte Betrag wird am Mittwoch vollumfänglich an das Hilfswerk Solidar Suisse überwiesen. Das zertifizierte Hilfswerk wird in den Nachbarländern der Ukraine geflüchtete Menschen unter anderem mit Nahrungsmittel, Decken, Hygieneartikel und Medikamenten unterstützen.

Ein Mann arbeitet an einer Kreuzung in Kiew von einer Barrikade aus als Verkehrspolizist.
153 Bilder
Tetyana wurde aus der Stadt Irpin evakuiert.
Angestellte des Kinderspitals in Kiew ruhen sich im zum Bunker umfunktionierten Keller aus.
Eine Demonstrantin bei einer Friedensdemonstration auf dem Berner Bundesplatz.
Präsident Selenski spricht via Live-Schaltung an der Kundgebung in Bern und dankt der Schweiz, dass sie sich den Sanktionen angeschlossen hat. Gleichzeitig fordert er vom «Bankenland» mehr Engagement gegen Oligarchen und kritisiert Nestlé dafür, sich nicht aus Russland zurückzuziehen.
Eine Frau weint vor einem zerstörten Wohnhaus in Kiew.
Zwei Soldaten inspizieren den Schaden auf dem Dach eines Wohnhauses in Kiew, nachdem dieses in der Nacht beschossen wurde. Dabei wurden drei Personen verletzt und eine Person getötet.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski spricht auf einer Videoleinwand im Bundestag und bekommt Applaus von der Bundesregierung. Danach ging der Bundestag zur Tagesordnung über, wofür er teils heftige Kritik erntete.
Das Theater in Mariupol wurde von russischen Raketen zerstört. Im Luftschutzkeller darunter versteckten sich rund 1300 Menschen. Ersten Angaben zufolge, sollen viele überlebt haben. Auf Satellitenbildern ist zu sehen, dass das Theater zuvor mit dem russischen Wort für "Kinder" beschriftet war.
Seltene fröhliche Momente: Ein Mann lacht, während er mit Soldaten und Nachbarn einen Schützengraben baut.
Neugeborene im Luftschutzkeller eines Spitals.
Evakuierungen scheitern: Tausende sitzen in Mariupol fest.
Bild der Zerstörung in Irpin, ein Vorort von Kiew.
Demo in Berlin gegen den Krieg in der Ukraine am Samstag
Ukrainische Soldaten helfen einer Frau in der ukrainischen Stadt Irpin.
Humanitäres Hilfscenter in Przemysl in Polen, direkt vor der Grenze zur Ukraine.
Geflohene Ukrainerinnen und Ukrainer warten am Bahnhof in Przemysl, Polen.
Ein Vater verabschiedet sich in Kiew von seiner Tochter, die in einem Zug nach Lwiw sitzt.
Die Geburtsklinik in Mariupol nach einem Bombenangriff.
Die Geburtsklinik in Mariupol nach einem Bombenangriff.
Die Geburtsklinik in Mariupol nach einem Bombenangriff.
Eine verletzte Schwangere in der Geburtsklinik Mariupol, die durch Bombenangriffe zerstört wurde.
Dieses Bild der Stadt Mariupol zeigt eine Klinik nach einem Bombenangriff.
Die Menschen fliehen über eine zerstörte Brücke.
Russische Soldaten fahren auf Panzern in der Nähe von Kiew.
Eine Frau und ein Kind nach der Flucht nach Mdyka, Polen.
Auch in Argentinien gehen Menschen auf die Strasse um Frieden in der Ukraine zu fordern.
Ehemaliger Box-Weltmeister Wladimir Klitschko besucht einen Stützpunkt in Kiew.
Geflohene Ukrainerinnen und Ukrainer warten in Medyka, Polen, auf den Weitertransport.
Ein ukrainischer Soldat bewacht den Checkpoint östlich von Kiew.
Menschen sammeln sich auf der Flucht am Kiewer Hauptbahnhof.
Ukrainische Soldaten helfen einer Frau über einen improvisierten Pfad aus der Stadt Irpin in der Nähe Kiews.
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Ein Mann verlässt ein bombardiertes Fabrikgelände in Irpin.
Die ukrainische Soldatin Lesia Ivashchenko und Soldat Valerii Fylymonov haben sich am Sonntag an der Front das Ja-Wort gegeben.
Weltweit gehen Millionen auf die Strassen, um gegen die russische Invasion zu demonstrieren - hier etwa in Washington.
Ukrainer drängen sich unter einer zerstörten Brücke, als sie versuchen, über den Fluss Irpin aus Kiew zu fliehen.
Mitglieder der ukrainischen Territorialverteidigung an einem Checkpoint in Kiew.
Mitglied der ukrainischen Territorialverteidigung an einem Checkpoint in Kiew.
Ukrainische Soldaten patrouillieren in den Strassen von Lwiw (Lemberg).
Ukrainische Soldaten ausserhalb von Kiew.
Ukrainische Männer nachdem sie auf der Flucht den Fluss Irpin in der Nähr von Kiew überquert haben.
Ein urkainischer Soldat und ein freiwilliger Kämpfer helfen bei der Flucht über den Fluss Irpin.
Ein medizinischer Mitarbeiter im Spital Mariupol, nachdem er das Leben eines 18-monatigen Kindes, das durch Raketenangriffe verletzt wurde, nicht retten konnte.
Rauch steigt auf nach einem Angriff auf Mariupol.
Bilder einer Webcam sollen mögliche Detonationen nahe des Atomkraftwerks Saporischschja zeigen.
Bilder einer Webcam sollen mögliche Detonationen nahe des Atomkraftwerks Saporischschja zeigen.
Feuer nach einem Raketenangriff in Kiew.
Die Kleinstadt Borodyanka nahe Kiew.
Die Feuerwehr von Kiew löscht ein Gebäude, das nach Raketenbeschuss in Brand geriet.
Ein zerstörtes Wohnhaus in Chernigiv, Ukraine.
Die Stadt Chernigiv (Ukraine) nach einem russischen Luftangriff.
Die Stadt Chernigiv (Ukraine) nach einem russischen Luftangriff.
«I love Ukraine» steht auf dem Schild in Kiew.
Ukrainische Soldaten patrouillieren in der Innenstadt Kiews.
Dieses Foto wurde aus einem russischen Helikopter gemacht und vom russischen Verteidigungsministerium zur Verfügung gestellt. Der genaue Ort in der Ukraine ist unklar.
Regionale Verteidigungskräfte in Kiew.
Ein Vater trauert um seinen Sohn in Mariupol.
Tausende demonstrierten in Hamburg, Deutschland, gegen den von Putin geführten Krieg.
In St-Petersburg werden Demonstrierende von der Polizei abgeführt.
Flüchtende an der polnischen Grenze bei Medyka.
Ein Flüchtlingslager am Bahnhof Przemysl in Polen.
Männer der Miliz helfen einer älteren Frau auf der Flucht, eine zerstörte Brücke in Kiew zu überqueren.
Menschen helfen einer verwundeten Frau nach dem Beschuss der russischen Armee in Kharkiv.
Satellitenbilder zeigen zerstörte Wohnhäuser südlich des Antonov Flughafens in Bucha.
Eine ukrainische Frau in Gorenka, südlich von Kiew, weint nachdem bei einem Luftangriff Wohnhäuser zerstört wurden.
Nach dem Raketenangriff auf das Polizeigebäude in Charkiw.
Ein Vater hält sein Neugeborenes in einem Spital in Kiew (2. März 2022)
Mitarbeiter verladen Hilfsgüter der Schweizer Armee für die Schweizerische Humanitäre Hilfe im Armeelogistikcenter Othmarsingen auf einen Lastwagen.
Ein polnischer Grenzsoldat trägt ein ukrainisches Flüchtlingskind über die GRenze bei Medyka (Polen).
Ein zerstörtes Auto vor dem Regierungsgebäude in Charkiw.
Rettungskräfte tragen ein Opfer aus dem zerstörten Regierungsgebäude in Charkiw.
Das zerstörte Regierungsgebäude in Charkiw.
Eine ukrainische Frau mit ihrem kranken Kind telefoniert in einem zum Bunker umfunktionierten Keller eines Kinderhospitals in Kiew.
Die Lebensmittel werden knapp (hier in der Stadt Nikolaev).
Ukrainische Soldaten patrouillieren in Kiew.
Ein bei einem Raketenangriff auf einen Wohnblock Verwundeter wird in ein Spital in Mariupol gebracht.
Zerstörte Russische Militärfahrzeuge in der Stadt Bucha, Nahe der Hauptstadt Kiew.
Aus Protest gegen den Krieg in der Ukraine haben zahlreiche Diplomaten in Genf vor der Rede des russischen Aussenministers Sergej Lawrow den Saal des UNO-Menschenrechtsrats verlassen.
Beim Platz der Freiheit im Zentrum von Charkiw hat sich eine starke Explosion ereignet.
Wie dessen Bürgermeister gegenüber Reuters sagt, soll Russland das Gebäude der Regionalregierung mit Raketen getroffen haben. Auch Wohngebiete sollen in Mitleidenschaft gezogen worden sein.
Ukrainische Flüchtlinge kommen im Nachbarland Ungarn an.
Schwere Kämpfe in Charkiw: Gasleitung steht nach Explosion in Flammen.
Ukrainische Flüchtlinge kommen an der polnischen Grenze an. Nach Regierungsangaben sind seit Beginn der russischen Invasion bereits 100'000 Menschen an der Grenze zu Polen angekommen.
Auch am Grenzübergang in Vysne Nemecke zur Slowakei sind bereits zahlreiche Flüchtlinge angekommen.
In Kiew stehen auch zivile Personen Wache, um die russischen Kämpfer zurückzuschlagen. Viele junge Männer haben sich in den vergangenen Tagen freiwillig zum Dienst gemeldet.
In Kiew, unweit des Flughafens Zhuliani, wurde am Samstagmorgen ein Wohnhaus von einer russischen Rakete getroffen.
Der ukrainische Aussenminister Dmytro Kuleba sagte dazu: «Kiew, unsere schöne, friedliche Stadt hat eine weitere Nacht unter Beschuss von russischen Bodentruppen und Raketen überlebt.»
Russische Truppen auf dem Weg ins Innere der Ukraine nahe Armiansk auf der Krim.
Russische Truppen auf dem Weg ins Innere der Ukraine nahe Armiansk auf der Krim.
Blutspuren neben einem zerstörten russischen Raketenwerfer ausserhalb von Kharkiv.
Ukrainische Soldaten bereiten sich auf die Verteidigung Kiews vor.
Auch entlang einer Strasse...
... und unter einer Brücke haben sie Position bezogen.
Die Ukrainer wehren sich gegen die eindringende russische Armee.
Der sitzende Soldat wurde bei den Gefechten in der Hauptstadt verletzt.
Hunderttausend Menschen sind innerhalb der Ukraine auf der Flucht oder haben sich in die Nachbarländer abgesetzt, etwa nach Ungarn (Bild) ...
... Polen ...
... in die Slowakei ...
... oder nach Rumänien.
Jene, die bleiben, suchen in den U-Bahn-Stationen Schutz.
Ein ukrainischer Soldat beäugt Teile eines abgestürzten Flugzeugs in Kiew.
Ein Berater des Innenministers sagte gemäss Reuters, die Streitkräfte hätten in Kiew ein feindliches Flugzeug abgeschossen. Danach sei es in ein Wohngebäude gestürzt.
Ob das Flugzeug bemannt oder bewaffnet war, war zunächst unklar. Laut Stadtbehörden wurden mindestens acht Personen verletzt.
Ukrainische Truppen nahe der Stadt Severodonetsk in der Ostukraine.
Panzer auf dem Tschernobyl-Gelände: Russische Truppen haben das ehemalige Atomkraftwerk erobert.
Einwohner Kiews halten die Szenen des Krieges in ihrer Heimat bildlich fest.
Nach einem russischen Raketenangriff ist das Haus, in dem Natali Sevriukova in Kiew wohnt, schwer beschädigt.
Russische Angriffe zerstören in der Ukraine auch zivile Infrastrukturen.
Feuerwehrleute löschen ein getroffenes Gebäude am frühen Morgen des 25. Februars.
In der Nacht schlugen Raketen in Kiew ein.
Die Menschen in der Hauptstadt suchen in U-Bahn-Stationen Schutz.
Die Stadtverwaltung von Kiew rief alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich möglichst in Sicherheit zu bringen. Die U-Bahn-Stationen der Stadt mit etwa 2,8 Millionen Einwohnern dienten als Schutzräume.
Auch in der zweitgrössten ukrainischen Stadt Kharkiv, die nahe der Volksrepubliken in der Ostukraine liegt, suchen die Bewohner Schutz in den U-Bahn-Stationen.
Die Luftverteidigung in Kiew hat mehrere Russische Raketen abgefangen, dabei wurde mindestens ein Wohnhaus getroffen.
Im mehrstöckigen Wohnhaus am Ostufer des Flusses Dnipro brach Feuer aus. Dort seien Trümmer einer Rakete eingeschlagen, teilte die Stadtverwaltung auf Telegram mit. Drei Menschen seien verletzt worden.
Das Satellitenbild zeigt die Schäden auf einem Flughafen in Chuhuiv.
In Zürich demonstrierten am Donnerstagabend mehrere hundert Menschen gegen den russischen Einmarsch in die Ukraine.
Sie zeigten ihre Solidarität mit dem ukrainischen Volk.
Nach einem russischen Angriff: Trümmer in Mariupol.
Diese Frau hat sich in Mariupol mit ihrer Katze in einen Schutzraum zurückgezogen.
Eine Frau und ihr Baby verlassen Kiew in einem Bus. Tausende Menschen sind am Donnerstag geflüchtet.
Andere suchen Schutz in einer U-Bahn-Station.
Flammen und Rauch steigen nach einer russischen Attacke auf ein Privathaus ausserhalb Kiews auf.
Ein russischer Ka-52-Helikopter, der ausserhalb Kiews zur Landung gezwungen wurde.
Russische Helikopter über Kiews Stadtrand, zu sehen auf einem Screenshot aus Videomaterial der ukrainischen Polizeibehörde.
Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlichte ein Foto eines abgefangenen russischen Panzers nahe Kharkiv.
Ukrainische Soldaten in der Region Donezk.
Die Menschen wollen raus aus Kiew.
Mutter und Kind warten auf einen Zug, um die Stadt zu verlassen.
In der Region Donezk wollen hingegen viele Leute in Richtung Kiew fahren. In Kostiantynivka warten sie auf einen Zug, während ein ukrainischer Polizist patrouilliert.
Im polnischen Dorohusk bereitet man sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor.
Ein beschädigtes Gebäude in Kharkiv.
Rauch und Flammen in der Nähe eines Militärgebäudes in Kiew.
Zerstörte Radaranlagen ausserhalb von Mariupol.
Nach einem russischen Angriff auf den Luftabwehrstützpunkt in Mariupol steigt Rauch auf.
Auch ein Auto wurde zerstört.
Von der Umgebung des Flusses Dnieper in Kiew aus ist eine Flamme zu sehen. Die russische Invasion in die Ukraine hat am 24. Februar begonnen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt am frühen Donnerstagmorgen, dass er Kriegsrecht verhängt habe - angesichts des russischen Angriffs.
Überreste eines russischen Angriffs in Kharkiv.
Die ukrainischen Grenzbehörden veröffentlichten Bilder, die zeigen, wie russische Panzer und Militärfahrzeuge den Armyansk-Kontrollpunkt im Norden der Krim passieren.
Die ukrainischen Grenzbehörden veröffentlichten Bilder, die zeigen, wie russische Panzer und Militärfahrzeuge den Armyansk-Kontrollpunkt im Norden der Krim passieren.
Die Menschen verlassen Kiew in Scharen, was zu langen Staus stadtauswärts führt.
Bilder nach ersten Explosionen am Donnerstag in Kiew.
Hier explodierte ein unbekanntes Objekt.
In Kiew (Bild), Kharkiv und Odessa waren grosse Explosionen zu hören.
Der Schrott wird weggeräumt.
Das ukrainische Innenministerium veröffentlichte das Bild eines angegriffenen Militärgebäudes in Kiew.
Die Ukraine hat ihren Luftraum geschlossen. Bei Flightradar24.com sind die Auswirkungen zu sehen.
Ukrainische Soldaten in Mariupol.
Wladimir Putin warnte in seiner Rede andere Länder vor einer Intervention: Jeder Versuch würde zu «nie dagewesenen Konsequenzen» führen (Screenshot eines Videos, das von der russischen Regierung veröffentlicht wurde).
Blick auf Kiew am Morgen des 24. Februars 2022, dem Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine.

Ein Mann arbeitet an einer Kreuzung in Kiew von einer Barrikade aus als Verkehrspolizist.

AP