Brettspiel-Klassiker

Monopoly kommt in den Aargau – welche Firma kauft sich ein Feld?

Im Herbst erscheint ein Monopoly für den Kanton Aargau. Die Bevölkerung kann Anregungen einbringen und Firmen dürfen Felder kaufen. Die AZ hat ihre Leserinnen und Leser nach Ideen gefragt – und aus diesen ein eigenes Brett kreiert.

Basel, Olten, Zürich und etliche Kantone haben eines – und bald auch der Aargau: eine eigene Version des Brettspiel-Klassikers Monopoly. Die Liechtensteiner Spielagentur Unique Gaming Partners AG bringt die Erstauflage voraussichtlich im Oktober 2019 auf den Markt. Welche Strassen, Orte und Firmen einen Platz auf dem Brett erhalten, ist noch unklar: Die Macher nehmen Ideen der Bevölkerung entgegen (E-Mail-Adresse am Textende).

Auch die AZ hat ihre Leserinnen und Leser gefragt, was auf das Aargauer Monopoly-Brett gehört. Die Resonanz war beachtlich: Auf Facebook kamen mehr als 100 Kommentare zusammen. Auch die Vielfalt der Vorschläge war gross, wobei das Schloss Lenzburg, das Brügglifeld, die Linner Linde und die Hallwilersee-Gegend häufig genannt wurden.

Das teuerste Feld ging an Meisterschwanden. Trotz eines tiefen Steuersatzes wohnt es sich in der Gemeinde am Hallwilersee nicht eben günstig: 3,5-Zimmer-Wohnungen mit Seeblick kosten schnell einmal 2000 Franken Miete – oder mehr. Facebook-Userin Evi Bütler schlug ausserdem ein Aussetzenfeld vor. Besetzt werden soll es mit Sins – wegen des regelmässigen Staus.

Bis zu 5000 Franken für ein Feld

Wie das Brett dereinst aussehen wird, beeinflussen auch Unternehmen. "Firmen können sich bewerben und einen Platz kaufen", sagt Agentur-Geschäftsführer André Tschumper. Welchen Preis eine solche Platzierung hat, weiss er noch nicht. Das hänge unter anderem von der Position auf dem Brett und dem damit verbundenen Wert ab. Er schätzt, dass ein Feld zwischen 2500 und 5000 Franken kosten wird. Bis zu 10 der insgesamt 22 Felder auf dem Aargauer Monopoly-Brett stehen den Firmen offen. Die Unternehmen sollen nicht den Grossteil des Spielfeldes einnehmen, das sei wichtig, sagt Tschumper. "Wir wollen schliesslich kein Werbespiel herstellen."

Welche Firmen haben sich denn schon beworben? Genau kann das Tschumper nicht sagen. Er und sein Team seien gerade daran, die mehreren hundert Mails zu sortieren, die sie bereits erhalten haben. Was Tschumper weiss: „Namen wie Feldschlösschen, Dubler Mohrenköpfe oder Rivella werden sehr oft genannt.“ Ob diese Firmen dann tatsächlich den Weg ins Spiel finden, bleibt bis im Herbst geheim, sagt Tschumper. Bis Ende April will sich die Spielagentur mit der Auswahl Zeit lassen. Dann soll feststehen, wer es aufs Brett geschafft hat – und wer nicht. Zu kaufen wird es das Aargauer Monopoly bei Manor geben.

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