Flüchtlinge

Mit Konsequenzen gedroht: Brittnau will Hamid und Mohammed von Schweiz-Wanderung abhalten

Die afghanischen Asylsuchenden Hamid und Mohammed wollten quer durch die Schweiz wandern. Ihre Wohngemeinde Brittnau hat etwas gegen diesen Plan. SP-Gemeinderätin Sterchi nennt die Gründe.

Was haben sie sich gefreut auf ihr Abenteuer: Hamid und Mohammed wollten durch die ganze Schweiz wandern. "Wir Flüchtlinge müssen unser Leben selber in die Hand nehmen", sagte Hamid kürzlich zur az.

Bereits am Donnerstag, dem Tag nach Erscheinen des Artikels, folgt die grosse Enttäuschung. Mohammed hat ein Gespräch mit der Brittnauer Gemeinderätin Nadine Sterchi. Sie teilt ihm mit, dass aus dem Wanderprojekt nichts wird.

"Sie hat mir klar gesagt, dass die Wanderung nicht geht. Und dass es Konsequenzen gibt", sagt Rasuli zu "Blick". Gegenüber der Zeitung erklärt SP-Gemeinderätin Sterchi, warum der Gemeinderat das Projekt stoppen will. Aus rechtlichen, medizinischen und versicherungstechnischen Gründen könne sie der Wanderung nicht zustimmen. Menschlich gesehen halte sie die Idee hingegen für toll.

Jederzeit erreichbar sein

Konkret verweist Sterchi auf die Richtlinien des Bundes. Gemäss denen haben Asylsuchende in ihrer eigenen Unterkunft zu übernachten und sind medizinisch nur im Kanton der Wohngemeinde versichert. Hinzu kommt, dass Asylsuchende mit Status N jederzeit per eingeschriebenem Brief erreichbar sein müssen.

Hamid und Mohammed wollen sich von der Gemeinde Brittnau indes nicht unterkriegen lassen: "Wir haben viele ermutigende Mails erhalten. Sogar aus Österreich, Italien und Deutschland. Alle finden gut, was wir machen." (mwa)

Hamid stellt das Projekt vor.

Hamid stellt das Projekt vor.

 

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